Umwelt

Mit Humusaufbau das Klima schützen

Als zukunftsorientierte Bank setzt sich die BLKB aktiv für die Umwelt ein. Anfang Jahr hat die Bank zur Kompensation ihres CO₂-Ausstosses zusammen mit Bauern und dem Ebenrain-Zentrum für Landwirtschaft, Natur und Ernährung in Sissach ein regionales Klimaschutzprojekt mit Pioniercharakter lanciert.

Der Klimawandel hat weitreichende Folgen, auch für die Landwirtschaft. Wetterextreme wie Hitze, Trockenheit, Stürme und Starkniederschläge nehmen zu und mit dem wärmeren Klima kommen neue Schädlinge in die Schweiz.

Verletzliche Nordwestschweiz
Die Nordwestschweiz ist besonders stark von den klimatischen Veränderungen betroffen. «Im Vergleich zu anderen Regionen verzeichnet die Nordwestschweiz weniger Niederschlag und höhere Temperaturen und die hiesigen Böden trocknen schneller aus», erläutert Lukas Kilcher, Leiter des Ebenrain. Ausserdem gibt es wenige natürliche Gewässer. Die Bauern müssen deshalb für die Bewässerung oft auf Trinkwasser zurückgreifen oder teure Regenwasserspeicher bauen. Da in der Nordwestschweiz auch Spezialkulturen wie Obst und Gemüse kultiviert werden, die regelmässig bewässert werden müssen, bedeutet das für die Landwirtschaft eine besondere Herausforderung. Die regionale Lebensmittelversorgung wird anspruchsvoller und teurer. «Die Bauern müssen immer mehr unternehmen, um ihre Kulturen zu schützen, gleichzeitig steigt für sie das Risiko stetig an», erklärt Lukas Kilcher.

Schutz der Böden und des Klimas
Das Ebenrain-Zentrum für Landwirtschaft, Natur und Ernährung befasst sich deshalb schon seit längerer Zeit mit der Thematik, wie sich Landwirtschaftsbetriebe einerseits besser für den Klimawandel wappnen, andererseits wie sie einen Beitrag an den Klimaschutz leisten können. Hier setzt das Humusaufbau-Projekt an: Ziel ist es, die Landwirtschaftsböden durch den Aufbau von Humus anpassungsfähiger und klimaresistenter zu machen und gleichzeitig CO2 in den Böden zu speichern. Humus ist die fein zersetzte organische Substanz eines Bodens und wichtig für die Versorgung der Pflanzen mit Nährstoffen und den Luft- und Wärmehaushalt des Bodes. «Der Humusgehalt wird durch den Aufbau von Biomasse erhöht. Dabei wird durch Fotosynthese CO2 aus der Atmosphäre gebunden und später in Form von Humus den Böden zugeführt. Dadurch steigt die Fruchtbarkeit und Speicherfähigkeit der Böden», erklärt Lukas Kilcher. Die Bauern können damit die Böden anpassungsfähiger gegen den Klimawandel machen und sich gleichzeitig am Klimaschutz beteiligen. «Das ist eine Win-win-Situation für alle Beteiligten», so Kilcher. Mit einer Hektare Land kann gemäss heutigen Annahmen rund eine Tonne CO2 pro Jahr kompensiert werden. Die BLKB zahlt den Bauern pro Tonne neu gespeichertes CO2 100 Franken.

Vorteile für die Landwirtschaft
Auch Martin Thürkauf, Landwirt in Oberwil, ist vom Projekt überzeugt. Er beschäftigt sich bereits seit mehreren Jahren damit, wie Landwirtschaftsbetriebe mit weniger Chemie geführt werden können. «Ich finde es wichtig, nicht einfach ein Problem zu bekämpfen, sondern die Ursachen anzugehen», sagt er. «Mit dem höheren Humusgehalt in den Böden sind die Kulturpflanzen auch weniger anfällig auf Schädlinge und Pilze. Dadurch kann der Einsatz von chemischen Mitteln reduziert werden». Es sei zwar nicht so, dass es keine schlechten Ernten mehr geben würde, aber das Risiko werde damit viel kleiner. Das Projekt bringt also auch aus wirtschaftlicher Sicht einen Nutzen für die Landwirtschaft.

Seit der Lancierung im Januar haben sich bereits 45 Landwirte mit insgesamt 1000 Hektaren Land am Projekt beteiligt. Die Anfangsmessungen des Humusgehalts in den Böden haben nun gestartet und werden bis Ende Jahr abgeschlossen sein. In drei und in sechs Jahren werden dann Nachmessungen durchgeführt. Hier wird sich zeigen, wieviel CO2 effektiv in den Böden gebunden werden kann.

BLKB Engagements im Bereich Umwelt

 
1. Klimaschutz
 
2. Umweltkriterien in Finanzprodukten
 
3. Umweltmanagement

Ihre Kontaktmöglichkeiten

 
Telefon

Telefon

Privatkunden
+41 61 925 94 94
Unternehmenskunden
+41 61 925 96 96

E-Mail

E-Mail

Privatkunden
Unternehmenskunden

 
 
 
hüt&morn - Das Nachhaltigkeitsmagazin: jetzt bestellen