Gesellschaft

Wenn Forschung und Praxis voneinander profitieren

Wer bestimmt, wie wir morgen leben? Wie sieht unser Zuhause der Zukunft aus? Innovative Ideen, Denkanstösse und konkrete Vorschläge werden auch an der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) entwickelt. Im CreaLab setzen sich interessierte Studierende eine Woche intensiv mit konkreten Fragestellungen aus der Praxis auseinander. Die BLKB ist seit Beginn beim CreaLab dabei.

Kreative Ideen entstehen manchmal ganz nebenbei, sei das beim Joggen oder Kochen. Aber man kann auch eine geeignete Umgebung schaffen, die das Entstehen von innovativen Lösungsansätzen begünstigt. Eine solche Plattform hat Professorin Tina Haisch mit dem CreaLab ins Leben gerufen. Die Dozentin und Leiterin des Schwerpunktes Innovation und Raum an der FHNW wurde von einer Lehrveranstaltung an einer deutschen Universität inspiriert, bei der sie als Expertin dabei war. «Dieses Format ist auch für die Nordwestschweiz spannend, deshalb habe ich das CreaLab an der FHNW initiiert», erzählt Tina Haisch.

Das Kreativlabor im Dienst regionaler Unternehmen
Im Herbst 2019 wurde das CreaLab zum ersten Mal durchgeführt. Bachelor-Studierende des Studiengangs Betriebsökonomie absolvieren im Rahmen des Innovationsunterrichts das einwöchige Programm, das seither einmal pro Semester durchgeführt wird. In dieser Woche erarbeiten die Studierenden in einer Art Kreativlabor Lösungsvorschläge auf konkrete Fragestellungen von Unternehmen und Organisationen aus der Region. Die Themen reichen von Food Waste, über Raumentwicklung bis zur Bankfiliale der Zukunft und sollten einen Bezug zur Nachhaltigkeit oder Digitalisierung aufweisen. Theoretische Inputs zum Innovationsprozess erhalten sie von Professorin Tina Haisch und Gastdozent Dr. Carsten Hutt. Mit Hilfe verschiedener Arbeitstechniken wie Brainstorming, Kompetenzlandkarten oder Präsentationen werden innovative Lösungsvorschläge kreiert. Am Ende der Woche präsentieren die Studierenden ihre Vorschläge den Unternehmen und Organisationen, die die Fragestellungen eingereicht haben. Was die Unternehmen mit diesen Ideen dann machen, ist ihnen überlassen.

Eine Win-win-Situation
Die BLKB unterstützt das CreaLab seit seiner Entstehung. «Das CreaLab ist für unsere Bank interessant, um Denkanstösse für Weiterentwicklungen zu erhalten», sagt Marilen Dürr, Leiterin Nachhaltigkeit bei der BLKB. In den vergangenen Projektwochen stellte die BLKB das Thema Klimaneutralität und Kommunikation über Nachhaltigkeit zur Diskussion. «Die Studierenden haben uns aufgezeigt, was für ihre Generation relevant ist», meint die Nachhaltigkeitsexpertin. Die Lösungsvorschläge für die Kommunikation über Nachhaltigkeit haben auch zu ganz konkreten Vorschlägen geführt. «Die Einführung des Zukunftskontos, mit dem Kundinnen und Kunden nachhaltige Projekte in der Region unterstützen können, war zwar schon vorher geplant. Die Idee der Pflanzung von Bäumen hat uns aber aufgezeigt, dass wir mit unserer Zusammenarbeit mit WaldBeiderBasel auf dem richtigen Weg sind», freut sich Marilen Dürr.

«Bildung ist ein gemeinsamer Auftrag»
Die Verknüpfung von Forschung und Praxis ist für alle ein Gewinn. Die Unternehmen profitieren von frischen Köpfen, die unverbraucht auf ein Thema blicken und Aspekte aufzeigen können, die bisher nicht beachtet wurden. Umgekehrt ist es auch für die Forschung eminent wichtig, dass sie reale Beispiele durchspielen kann, um Innovationsprozesse in der Praxis anwenden zu können. «Gerade auch in Zeiten, in denen sich Firmen vermehrt auf ihr Kerngeschäft fokussieren, ist es für die Forschung wichtig, dass sich Unternehmen nicht komplett zurückziehen, sondern weiterhin Inputs geben, an denen die Studierenden wachsen können», sagt Tina Haisch.

Die Zukunft unserer Region
Wie wir morgen leben und wo Innovation heute einen Einfluss aufs Morgen hat, hängt also auch davon ab, welchen Stellenwert wir der Bildung geben. Für innovative Ideen und ihre Umsetzung braucht es auch im Zeitalter der Digitalisierung räumliche Nähe. Professorin Tina Haisch betont: «Brennende Themen kann man nur innerhalb von absehbaren Netzwerken lösen. Der persönliche Austausch ist wichtig, Nähe schafft Vertrauen.» Damit unser Zuhause eine Zukunft hat, braucht es die Einsicht, dass wir etwas verändern müssen, den Willen diese Veränderungen anzugehen und Formate, die eine gemeinsame Entwicklung von Lösungen ermöglichen.

BLKB Engagements im Bereich Gesellschaft

 
1. Innovationsförderung in der Nordwestschweiz
 
 
3. Verantwortungsvolles Kredit- und Anlagegeschäft

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