Der Weg zu nachhaltigem Anlageerfolg

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Aktienmärkte werden immer wieder unerwartet durch verschiedene Ereignisse erschüttert. Viele Anleger verlieren dabei Geld. Was es braucht, um langfristig als Anleger erfolgreich zu sein, und welche Rolle das Thema Nachhaltigkeit dabei spielt, erläutern Investment Specialist Björn Weigelt (BW) und CIO Patrik A. Janovjak (PJ) von der BLKB.

Die aktuell volatilen Finanzmärkte bringen viele teils unterschiedliche Meinungen zutage, wie man sein Geld am besten anlegen sollte. Welche Grundsätze sollte man in diesen Zeiten besonders beachten?

BW: Von zentraler Bedeutung ist, dass Kunden zusammen mit dem Bankberater ein individuelles Anlagekonzept erarbeiten. Wenn die persönliche finanzielle Situation in Bezug auf Anlagehorizont, Renditeerwartung, Risikoprofil und Anlageerfahrung in eine Strategie mündet, sollte diese dann diszipliniert und langfristig umgesetzt werden.

PJ: Nur so ist sichergestellt, dass der Anleger in Phasen von Korrekturen nicht gezwungen ist, Verkäufe zu tätigen und Verluste zu realisieren. Die letzten Wochen haben einmal mehr gezeigt, dass es sich in Korrekturphasen auszahlt, investiert zu bleiben – das geht nur mit der richtigen Anlagestrategie.

Muss die persönliche Anlagestrategie in solch ungewöhnlichen Zeiten nicht trotzdem angepasst werden?

BW: Die persönliche Anlagestrategie sollte so ausgerichtet sein, dass Kursschwankungen ausgehalten werden können. Wer glaubt, es sei sinnvoll, während stürmischer Marktphasen durch eigenes Eingreifen und Abändern der Anlagestrategie besser durch die Krise zu kommen, wird sicherlich enttäuscht werden. Die Corona-Krise hat gezeigt: Panik ist ein schlechter Ratgeber und während der Markt sein neues Gleichgewicht sucht, durchlaufen die Preise einen zufälligen Pfad durch sehr schwache und sehr starke Tage. Das macht Timing unmöglich.

Welche Grundlagen müssen denn im Portfolio erfüllt sein, damit es langfristig auch durch Krisenzeiten erfolgreich gleiten kann?

BW: Ein Portfolio sollte so zusammengestellt sein, dass der Investor für sein eingegangenes Risiko adäquat entlohnt wird. Dafür ist ein Mindestmass an Diversifikation nötig. Nicht zuletzt zeigt sich, dass darüber hinaus der Einbezug von Nachhaltigkeitskriterien Anlegern einen Mehrwert bringt.

PJ: Nachhaltigkeit bedeutet, dass der langfristige Erfolg über die kurzfristige Gewinnmaximierung gestellt wird. In Kombination mit der klassischen Finanzanalyse ermöglicht Nachhaltigkeit, langfristig erfolgreiche Unternehmen zu erkennen, und verleiht dem Portfolio einen längerfristigen Horizont. Dabei stellen wir fest, dass sich die so zusammengestellten Portfolios in Aufwärtsmärkten wie auch in Krisenzeiten stabiler entwickeln.

Environment, Social, Governance (ESG)? Ist das nicht nur ein Trend und bald wieder «passé»?

PJ: Schaut man sich die jüngste Marktstudie von Swiss Sustainable Finance (SSF) an, dann wird rasch klar, dass der anfängliche Trend zum Mainstream geworden ist. Die Pflicht eines jeden Vermögensverwalters, die Anlagerisiken und Chancen möglichst umfassend beurteilen zu können, bevor man das Geld der Kunden investiert, ist ohne Miteinbezug von ESG nur schwierig zu erfüllen. Für die BLKB gehört das zur modernen, verantwortungsbewussten Vermögensverwaltung. Wir verwalten seit 2014 die Vermögen unserer Kunden gemäss unseren eigenen Nachhaltigkeitskriterien. Wir sind überzeugt, dass unsere Kundinnen und Kunden damit langfristig besser beraten sind.

Anlegen in Indexfonds und Exchange Trades Funds (ETF) erfreut sich wachsender Beliebtheit. Welche Lösungen gibt es für indexorientierte Anleger, die nachhaltig investieren möchten?

BW: Die Brücke zwischen Nachhaltigkeit und passiven Anlagen wie ETF oder Indexfonds ist geschlagen. Der Ausschluss von kontroversen Branchen oder ein Gewichtungsschema nach ESG-Rating kann heute ohne Weiteres quantitativ und ohne aktives Eingreifen umgesetzt werden. So kombiniert die BLKB z. B. mit ihren iQ-Fonds Indexnähe mit Nachhaltigkeit.

Die Digitalisierung schreitet auch im Vermögensverwaltungsgeschäft voran. Wie beurteilt die BLKB diese Entwicklung und wie reagiert sie darauf?

BW: Digitalisierung bedeutet für den Kunden mehr Convenience bei gleichzeitig hoher Verfügbarkeit. Digitalaffinen Anlegern bietet die BLKB mit Digifolio eine indexbasierte Online-Vermögensverwaltung mit nachhaltigen Mandatsbausteinen an. Unsere Kunden profitieren dabei von einer günstigen, transparenten und individualisierbaren Anlagelösung.

Welche weiteren Tipps können Sie unseren Leserinnen und Lesern heute geben?

BW: Angst ist ein schlechter Ratgeber. Besinnen Sie sich auf Ihre individuelle Anlagestrategie, nur so können Sie langfristig Ihre Ziele erreichen.

PJ: Bleiben Sie investiert – egal wie volatil die Märkte sein mögen. Wenn Sie die besten Börsentage verpassen, kostet das Geld. Und denken Sie dabei an eines: In der Regel folgen die stärksten Börsentage direkt den schlechtesten.

Vorstehende Angaben eignen sich zu Informationszwecken und ersetzen nicht die Beratung, einen Anlagevorschlag oder eine Empfehlung der BLKB.

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Björn Weigelt
Björn Weigelt ist Investment Specialist bei der BLKB. Er unterstützt die Kundenberatenden in allen Themen rund um die Finanzmärkte und bei Fragen zu den BLKB Anlagelösungen.

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