Lebenshof im Ring: ein lang gehegter Traum geht in Erfüllung

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Ende Januar konnte wieder mal ein «we made it»-Button gestempelt werden! Beim Projekt, das wir unterstützt haben, geht es darum, dass ehemalige Legehennen, Hähne und Pfauen, die dringend ein neues Gehege benötigen, endlich ein Leben in Sicherheit führen können.

Für Menschen und Tiere

Der Lebenshof im Ring ist aus einem langen, persönlichen Engagement für Tiere in verschiedensten Lebenssituationen entstanden. Seit über 10 Jahren finden Tiere aus Notlagen ein sicheres Heim auf dem Lebenshof im Ring. Jedes Lebewesen hat Anspruch auf Unversehrtheit und ein angenehmes Dasein. Dafür steht der Lebenshof und dafür setzt er sich ein.

Auf dem Hof leben zur Zeit Katzen, Schweine, Ziegen, Schafe, Hunde, Pferde und Maultiere, Wellensittiche, Hühner und Hähne, Gänse, Meerschweinchen, Kaninchen, Schildkröten. Zudem leben die beiden Pfauen Alan und Elliot aus dem Zoo hier, weil Elliot mehrfach Menschen attackiert hat.

Der Hof soll ein Ort sein, der den Besuchenden eine Idee von einem friedlichen Zusammenleben von Mensch und Tier aufzeigt. So ist der Lebenshof im Ring nicht „nur“ ein Gnadenhof, sondern auch ein Ort, der zugänglich und offen für Kontakte und Ideen ist. Natürlich sind die Tiere der Mittelpunkt des Ganzen; aber dennoch scharen sich tolle Projekte und Angebote drumherum und ergänzen sich in vielschichtiger Weise.

Hin zum sicheren Heim

Ausgangslage ist, dass der jetzige, rund 70m lange Holzzaun, morsch ist und dringend durch einen stabilen und vor allem deutlich höheren Metallzaun ersetzt werden muss. Eine schlaue Konstruktion aus Drahtseilen überspannt das ganze Gelände, ohne eine Falle für andere Tiere darzustellen. So können auch sämtliche Bäume und Sträucher stehenbleiben und integriert werden. Der Zaun muss von einem Profi gesetzt und gespannt werden. Alle anderen Arbeiten übernimmt der Hof in Eigenleistung.

Wer steckt hinter dem Hof?

Treibende Kraft für die Entscheidung, solch einen Hof aufzubauen ist die Überzeugung, dass alle und alles einen angenehmen Platz im Leben verdient haben. Wir möchten unseren Tieren ihre Würde wiedergeben. Wir, das sind Martina und Annette Blattner, aber auch weitere tierliebe Menschen, welche sich regelmässig oder unregelmässig auf dem Hof engagieren und die Idee mittragen.

Beispiel Legehennen

Jedes Jahr werden allein in der Schweiz über 2 Mio. Legehennen vergast. Die Eierproduktion ist ein hochspezialisiertes Massengeschäft – es macht die Tiere weltweit zu Wegwerfwaren. Nachdem sie nur einjährig werden durften und dieses meist in intensiver Legehaltung verbringen mussten, werden die Hennen durch junge ersetzt. Alle Hähne werden als Küken direkt nach dem Schlüpfen geschreddert oder mittels Gas getötet.

Auf dem Hof leben jeweils 30-50 ausrangierte Legehennen, die in Ruhe alt werden können. Sie dürfen die Besuchenden mit ihrer neugierigen Art, Intelligenz, ihren eindringlichen Blicken und den feinen Federn bezaubern. Sie sind Botschafterinnen für ihre (aus)genutzten Artgenossen. Sie bringen uns Freude, Struktur und Nachdenkliches ins Leben. Sie berühren uns im Herzen und zeigen sich als Individuen, die sie sind, in ihrer ganzen Vielfältigkeit.

 

Helfen geht immer – auf welche Art und Weise?

Einerseits gibt es Patenschaften, die monatlich verrechnet werden und je nach Tierart different sind. Die Liste kann man online ersehen. Andererseits sind Spenden immer willkommen. Alle Infos auf www.hof-ring.ch/spenden.

An Helfertagen kann selber mitgearbeitet werden. Eine schöne und sinnvolle Möglichkeit, die Tiere kennenzulernen und mitzuhelfen, den Tieren ein gutes Daheim zu bieten. Oder Mitglied werden im Verein, ist auch eine Art der Hilfe. Einzelpersonen zahlen CHF 60 im Jahr, Familien jährlich CHF 90.

Um den Hof verschiedenen Menschen zugänglich zu machen, haben Martina und Annette Blattner einige Angebote erarbeitet welche für alle, die Tiere miteingeschlossen, stimmig sind. Kinder, Jugendliche, Familien und Erwachsene finden Möglichkeiten hier mit Tieren in Kontakt zu kommen und wertvolle, tiefe Erfahrungen für sich in und mit der Natur zu sammeln. Alle Infos sind auf der Webseite zu finden.

Nun warten Martina und Annette Blattner auf die Baueingabe und dann geht’s los mit der Errichtung des neuen Zauns!

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Piera Killias
Piera Killias ist Marketing Managerin bei der BLKB. Sie betreut das Crowdfunding und schreibt über erfolgreiche Projekte, die daraus entstehen.

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