Warum sich Investieren lohnt

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Die letzten zwei Börsenjahre waren von handels- und geopolitischen Unruhen geprägt. Von US-Präsident Donald Trump ausgelöst streiten sich die USA vor allem mit China und der EU über die Rahmenbedingungen ihrer Handelsbeziehungen. Gleichzeitig hat die Rolle der Notenbanken an Bedeutung gewonnen. So hat auch die Europäische Zentralbank den Weg der lockeren Geldpolitik gewählt, um die Konjunktur in der Eurozone zu stützen. Die Folgen sind Tiefststände bei den Zinsen, auch in der Schweiz. Dies macht das Leben der Sparer und Anleger nicht einfacher. Wie und wo soll man investieren? Wir glauben, dass es ein paar grundsätzliche Regeln gibt, um sein Vermögen durch turbulente Zeiten zu manövrieren.

Die Finanzplanung als Basis

Jeder Anleger sollte seine finanzielle Situation und somit seine Risikofähigkeit kennen. Dabei spielt nicht nur der heutige Zeitpunkt eine Rolle, auch geplante Ausgaben in der Zukunft oder mögliche Geldeingänge – zum Beispiel durch Erbschaften –sollten berücksichtigt werden. So ergibt sich ein umfassendes Bild der eigenen finanziellen Situation. Danach stellt sich die Frage, was mit dem freien Vermögen, das nicht als Liquidität, Reserve oder für laufende oder künftige Ausgaben verplant wurde, zu tun ist.

Sparen oder Anlegen?

Aufgrund der aktuellen Zinssituation ist das Sparkonto bereits seit einiger Zeit nicht mehr geeignet für den Vermögensaufbau. Es ist davon auszugehen, dass wir in den kommenden Jahren noch tiefere Zinsen in den USA sehen und sich die Situation in der Eurozone und in der Schweiz ebenfalls nicht verbessert. Das Tiefzinsumfeld scheint für die kommenden Jahre also betoniert. Die folgende Grafik zeigt die Entwicklung des realen Sparzinses (durchschnittliche Verzinsung von Sparkonten in der Schweiz minus Inflation) seit 1988. Diese zeigt, dass in vielen Perioden, wie auch heute, unter dem Strich eine negative Rendite resultierte.

Wenn man nun über die nächsten zwei bis drei (oder mehr) Jahre eine positive Rendite erwirtschaften will, führt kein Weg an zumindest teilweisen Investitionen in risikoreichere aber renditeträchtigere Anlagekategorien wie Aktien vorbei. Basierend auf historischen Daten kann bei Aktien durchschnittlich eine Rendite von rund 6% erwartet werden. Selbst in den letzten beiden, von globalen Unsicherheiten geprägten Jahren konnte man mit Aktien gute Renditen erzielt. Je nach der passenden persönlichen Anlagestrategie sollte somit ein Teil des freien Vermögens an der Börse investiert werden. Dies ist der beste Weg, um an der globalen Wirtschaftsentwicklung zu partizipieren.

Ein paar Eckpfeiler sind zu beachten

Erstens: Langfristig investieren lohnt sich. Je länger der Anlagehorizont, desto stärker wirkt der Zinseszins-Effekt. Zweitens: Der eigenen Strategie in guten wie in schlechten Zeiten treu bleiben. Es ist selten eine gute Idee, aufgrund von Marktschwankungen panikartig zu verkaufen oder blind einem Hype zu folgen. Den besten Einstiegs- oder Ausstiegspunkt zu finden, ist ohnehin nicht möglich. Eine zeitliche Staffelung der Investitionen bietet sich hier als pragmatische Lösung an. Zudem ist drittens auf Diversifikation zu achten. Eine gute Anlagestrategie ist über die passenden Anlageklassen, Regionen und bezüglich Einzeltiteln breit aufgestellt und vermeidet so Klumpenrisiken. Und last but not least sollte man immer wichtiger werdende globale Investmentthemen aufnehmen. Eine Anlagestrategie, die Klimawandel, demographische Veränderungen oder zunehmende soziale Verantwortung systematisch berücksichtigt, macht jedes Portfolio zukunftsfähiger.

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Andreas Holzer on Linkedin
Andreas Holzer
Investment Specialist bei BLKB
Andreas Holzer ist Investment Specialist bei der BLKB. Er setzt sich vertieft mit Anlagethemen und den Anlageprodukten der BLKB auseinander. Dabei wirkt er unterstützend bei der Kundenbetreuung, der Entwicklung von Produkten und erarbeitet Inhalte für Marketingaktivitäten.

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