Das YogaKit – So bewegt man die Jugend

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Yoga in Trainings- und Lerneinheiten integrieren – mit dem YogaKit geht das einfach und unkompliziert. Man braucht dafür kein Vorwissen und erhält jede Menge Tipps. Ich habe die Herausgeberin Xenia Hofer in ihrer Unterrichtspause besucht, um mehr über die Entstehung dieses spannenden Tools zu erfahren. Dabei habe ich sie auch gefragt, welches die Lieblingsübungen der jüngeren Yogis und Yoginis sind.

Von der Masterarbeit zur Geschäftsidee

Das YogaKit ist eine Weiterentwicklung der Masterarbeit mit dem Titel «Yogakarten – Steigerung der mentalen und körperlichen Fähigkeiten durch Yoga», die Xenia im Fach Sport für ihren Abschluss an der Pädagogischen Hochschule in Bern schrieb. Zwar unterrichtet sie mehrere Fächer, namentlich Sport, Geografie und Deutsch. Dennoch war ihr von Anfang an klar, dass sie ihre Arbeit Ersterem widmen möchte. Und da sie zudem auch ausgebildete Yogalehrerin ist, war die Sportart ebenso schnell gewählt.

Dabei verfolgte sie das Ziel, ihr Wissen rund ums Yoga komprimiert und vereinfacht aufs Papier zu bringen, damit Pädagogen dieses an ihre Schülerinnen und Schüler weitergeben können, ohne selbst über entsprechende Kenntnisse zu verfügen. Doch bevor sie mir mehr über das Kit erzählen konnte, wollte ich unbedingt wissen, was die Lieblingsübungen der Jugendlichen sind.

Von Kriegern und Handständen

Am besten gefallen den angehenden Yogis die Pose des «Kriegers» sowie die Partnerübungen, weil diese mit Abwechslung verbunden sind. Mit einem Schmunzeln erzählt mir Xenia, dass die meisten auch die Schlussentspannung mögen, vor allem dann, wenn sie vorher müde gemacht wurden.

Für ihre Masterarbeit hat Xenia Rückmeldungen von Testklassen gesammelt. So hat sich herausgestellt, dass es schwieriger ist, Buben für etwas Ruhiges zu motivieren. Darum hat sie später bei der Überarbeitung einige Übungen mit akrobatischen Elementen eingebaut, wie zum Beispiel den Handstand.

Lob von berufener Stelle

«Ich bin nicht so yogaaffin, aber mit den Karten fühle ich mich sicher.» Solche und ähnliche Statements wurden von vielen ihrer Berufskollegen an Xenia herangetragen. Aber auch von Yogalehrern gab es durchwegs positive Rückmeldungen. Xenia erzählt mir, dass sie grossen Respekt, ja sogar ein wenig «Schiss» vor deren Reaktionen hatte. Ihre Sorge war aber unbegründet: Die meisten fanden es gut, dass das Thema spielerisch an junge Menschen herangetragen wird. Einzige Kritikpunkte waren die Darstellungen der Übungen und das Layout.

Dieses Feedback hat Xenia dazu motiviert, die Karten zu überarbeiten und auch ausserschulisch zugänglich zu machen. Dafür holte sie Elisa Ferrero mit an Bord. Diese ist ebenfalls Yogalehrerin und hat Xenia bereits während ihrer Masterarbeit unterstützt, indem sie Ideen beigesteuert und das Ganze Korrektur gelesen hat.

Spannender Inhalt für mehr Entspannung

Das zentrale Element des YogaKits ist die Übersicht mit den unterschiedlichen Übungen. Deren Entwicklung macht deutlich, wie sich das Ganze von der Idee bis zum finalen Kit verändert hat. Die erste Version für die Masterarbeit und somit auch für die Testphase enthielt Strichmännchen, um die Yogaposen darzustellen – heute sind es Fotos. Was gleichgeblieben ist, sind die Farben der fünf Kategorien, welche die Elemente versinnbildlichen. Blau steht für Luft und Atmung, Rot für Feuer und Kräftigung, Gelb für Wasser und Beweglichkeit, Grün für Erde und Gleichgewicht und Violett für Äther und Partner.

Auf den Karten werden jeweils drei Phasen einer Übung gezeigt: Wie man in eine Pose hineinkommt, was während des Haltens passiert und wie man sie wieder auflöst. Verdeutlicht wird dies durch entsprechende Bilder sowie eine detaillierte Anleitung. In ihrer heutigen Form verfügt die Box über sage und schreibe 165 praktische Übungskarten.

In eine sportliche Zukunft

Am Kongress «Bewegung & Sport» vom Schweizerischen Verband für Sport in der Schule, der Ende Oktober stattfinden wird, werden Xenia und Elisa drei Weiterbildungskurse zum Thema «Yoga in Schulen» durchführen. Dafür arbeiten sie mit mobilesport.ch zusammen, der Schweizer Onlineplattform für Sportunterricht und Training. Diese stellen einen Teil des YogaKit Basic, 10 Übungen aus der Basissequenz zum Download bereit. So hoffen die beiden Frauen, bei möglichst vielen Leuten die Freude am Yoga und das Interesse an der ausführlichen Version des Kits zu wecken.

Nach ihrer Vision gefragt, sprudelt es aus Xenia heraus. Sie plant, das Kit in die Sprachen Französisch und Englisch zu übersetzen und ein Erklär-Video zu dessen Nutzung zu drehen. Als nächster Schritt wird aber erstmal eine Firma gegründet. Doch auch sonst steht bis zur Boxtaufe am 6. November in Biel noch einiges an.

Xenia und Elisa wünsche ich weiterhin viel Erfolg und vor allem Spass. Und da Begeisterung bekanntlich ansteckend ist, hoffe ich, dass sie diese beibehalten können, um möglichst viele Jugendliche und Pädagogen mit dem Yoga-Virus zu infizieren.

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Karin Bjöörn
Marktetingspezialistin bei BLKB
Karin Bjöörn ist Marktetingspezialistin bei der BLKB. Auf BLKBlive gibt sie Einblicke in unsere Engagements.

2 Kommentare

  1. Avatar
    Sibylle Sprecher am

    Liebe Xenia und Elisa,

    Ist es möglich, mit euch Kontakt aufzunehmen. Bin ganz fasziniert über den Bericht und die Yoga BOX
    interessiert mich sehr. Auch euer Konzept.

    Freue mich auf eine Antwort.

    Herzliche Grüsse
    Sibylle Sprecher Pädagogin und Yoga Lehrerin

    sib.sprecher@bluewin.ch

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