5G-Technologie

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Katalysator der Digitalisierung 2.0

Die Digitalisierung schreitet mit immer höheren Wachstumsraten voran und ermöglicht laufend mehr Anwendungsmöglichkeiten für Industrie und Konsumenten. Ein Tag, der nicht mit dem Griff zum Smartphone beginnt, ist für viele kaum mehr vorstellbar und selbst wenn, bis zum Mittag hat praktisch jeder mehrmals seine E-Mails abgerufen, seine Lieblingsmusik gestreamt oder den Trump’schen Twitterfeed gelesen. Dies führt zu einem enormen Anstieg der über das Mobilfunknetzwerk übertragenen Datenmenge, die sich Schätzungen von Statista zufolge von 2018 bis 2020 mehr als vervierfachen wird.

Neue Technologie – neue Möglichkeiten

Diese enormen Datenmengen zu stemmen, setzt eine deutliche Erhöhung der Datenübertragungskapazitäten voraus. Hier kommt die neuste Generation von Mobilfunkstandards ins Spiel. Gegenüber der bisherigen vierten Generation hebt sich 5G insbesondere durch eine massiv höhere Datenübertragungsrate und eine deutlich geringere Reaktionszeit (Latenz) ab. Zudem können bis zu 100-mal mehr Endgeräte zur selben Zeit drahtlos mit dem Internet verbunden werden. Damit ermöglicht 5G in vielen Bereichen der Digitalisierung neue, zukunftsweisende Anwendungen. Die Analysten von IHS Markit sehen in der neuen Generation sogar einen Katalysator, der den Mobilfunk in den Kreis der sogenannten «General Purpose Technologies» – also in hohem Masse disruptiven und transformativen Technologien – heben kann, neben der Druckerpresse, der Elektrizität und dem Internet.

Vernetzung der Welt nimmt zu

So wird 5G auch im Bereich der autonomen Mobilität eine zentrale Rolle spielen. Für die Integrität des Verkehrssystems und die Sicherheit der Verkehrsteilnehmenden ist eine latenzfreie Kommunikation selbst bei einer grossen Anzahl selbstfahrender Fahrzeuge unabdingbar. Zudem wird 5G mit dem «Internet der Dinge» und der damit verbundenen Vernetzung und Kommunikation zwischen Maschinen Konzepte wie Industrie 4.0, E-Health und intelligente Logistik befeuern. Davon werden in einem ersten Schritt Netzwerkausrüster wie Nokia profitieren, die den nötigen Infrastrukturausbau ermöglichen. Darauf folgend werden Unternehmen wie ABB, Siemens oder Schneider Electric zum Zuge kommen, die den Ausbau von vernetzten Produktionsanlagen für Industrieunternehmen anbieten.

Alle Angaben eignen sich zu Informationszwecken und ersetzen nicht die Beratung, einen Anlagevorschlag oder eine Empfehlung der BLKB.

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Cyrill Marugg
Analyst bei BLKB
Cyrill Marugg ist Analyst im Investment Center der BLKB. Er ist zuständig für die Finanzanalyse unter Einbezug von Nachhaltigkeitskriterien, das heisst die Beurteilung von Umwelt, Sozial- und Governancekriterien und die Erarbeitung von entsprechenden Anlagelösungen.

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