Das Tierasyl Waldheim: Mehr als eine Unterkunft

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Vor neun Jahren hat Yvonne Nestler in Safenwil ein Gnadenhof eröffnet. Seither kümmert sie sich um Tierschutzfälle und sorgt dafür, dass deren restliches Leben geruhsam und unbeschwert verläuft. Nach dieser langen Zeit weist die Infrastruktur jedoch erste Abnutzungserscheinungen auf, weshalb dringend Geld für Reparaturarbeiten benötigt wird. Wir haben Yvonne besucht und mehr über sie sowie über das Zuhause ihrer 90 Schützlinge erfahren.

Eine Heldin für die Tierwelt

Schon als kleines Kind hat sich Yvonne für Vierbeiner engagiert und nahm unzählige Katzen bei sich auf. Das Halten von Hunden haben ihr ihre Eltern jedoch verboten. Aus diesem Grund ging sie oft mit denjenigen ihrer Nachbarn spazieren. Das sprach sich schnell herum, und bald schon wurde sie angefragt, um alle möglichen Tiere zu hüten.

Als sie später ihren Mann kennen und lieben lernte, wollte sie gemeinsam mit ihm nach Sardinien auswandern, um dort ein Gnadenhof zu eröffnen. Leider konnte das Paar das dafür benötigte Land nicht erwerben, weshalb es nach einem halben Jahr mit einer ordentlichen Enttäuschung im Gepäck wieder zurück in die Schweiz reiste.

Drei Jahre nach ihrem Neuanfang in Bern ging Yvonnes Traum dann aber dennoch in Erfüllung. Sie hatte im aargauischen Safenwil zwei Hektaren Land entdeckt und sofort eine Eingabe beim Kanton gemacht. Daraufhin erhielt sie tatsächlich den Zuschlag und konnte sich ans Errichten des künftigen Heims machen.

Permanentes Zuhause statt Feriendomizil

Ein Grundsatz im Waldheim besagt, dass keine Ferienbetreuung angeboten wird. «Wir wollen unsere ganze Energie den Tieren widmen, die permanent bei uns wohnen», begründet Yvonne diesen Entscheid. Bei ihr finden hauptsächlich ältere Lebewesen Unterschlupf, die schlimmstenfalls misshandelt und bestenfalls schlicht nicht mehr gewollt wurden. Kein Wunder also, brauchen diese viel Aufmerksamkeit und Fürsorge. Zwar würde das Aufnehmen von temporären Gästen finanziell Sinn machen, doch ein Hin und Her wäre der psychischen und körperlichen Verfassung der festen Bewohner nicht zuträglich.

Mit einer neuen Finanzierungsform zu neuem Glanz

Das Tierasyl hat sich bisher ausschliesslich durch Spenden von Privatpersonen und Stiftungen finanziert. Diese reichen aber bei Weitem nicht aus, um alle Kosten zu decken. Bei derart vielen Tieren entstehen naturgemäss schnell Schäden an Material und Einrichtung. In diesem Winter stand denn auch eine längst fällige Grossinvestition an: Die Ställe und Hundehütten mussten dringend renoviert werden. Aus diesem Grund suchte Yvonne nach alternativen Wegen zur Mittelbeschaffung. So ist sie auf das Video eines Bauern gestossen, welcher ein Crowdfunding gestartet hatte und sie auf die Idee brachte, es ihm gleichzutun. Dank der erfolgreichen Durchführung kann sie nun zwei Ställe neu aufbauen und die kaputten Sachen entsorgen. Zudem reicht das zusammengetragene Geld auch für den Einbau eines Holzbodens, für bessere Fenster bei den Hundehütten, einige Weidenzelte sowie jede Menge Heu.

Ein Zuhause, das diesen Namen verdient

Als wir bei Yvonne zu Besuch waren, haben wir sofort gemerkt, wie gut es den Tieren in ihrer Obhut geht. Es hat uns sehr beeindruckt, dass sie die Namen von sämtlichen Bewohnern kennt und mit ihnen allen einen vertrauten Umgang pflegt. Deshalb hoffen wir, dass sie und ihr Mann ihre wichtige Arbeit noch lange fortsetzen können.
Wir bleiben auf jeden Fall dran und gehen sicherlich nochmals im Waldheim vorbei, wenn alle Arbeiten abgeschlossen sind. Denn es gibt kaum etwas Schöneres, als wenn ein finanzieller Zustupf nachhaltig für mehr Wohlbefinden sorgt.

Mehr über das Tierasyl Waldheim:

– Webseite: http://tierasyl.ch/
– Facebook: https://www.facebook.com/groups/605645692802339/

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Valerie Seitz
Social Media & Content Management bei BLKB
Valérie Seitz ist Online Content Managerin bei der BLKB. Sie ist am Puls der sozialen Netzwerke und hält den Blog mit aktuellen Einblicken auf dem Laufenden.

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