Steuern nay, Abzüge yay

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Ei, ei, ei, Hilfe! Mit dem Jahresanfang trudeln Steuerbescheinigungen und –erklärung ein. Wer die Steuererklärung bereits schon selbst ausgefüllt hat, steht oftmals vor dem Rätsel der Abzüge und auch für Erstausfüller ist die Steuererklärung ein undurchsichtiger Zahlendschungel. Anbei eine Auflistung, welche Abzüge im Kanton Basel-Landschaft geltend gemacht werden können und für junge Erwachsene relevant sind.

Es gilt, dass alle Abzüge nicht direkt vom Steuerbetrag, sondern vom Einkommen und damit indirekt von den Steuern abgezogen werden.

Berufsauslagen

Fahrkosten
Egal ob Auto, Velo oder ÖV: Wird für den Arbeitsweg ein Verkehrsmittel gebraucht, können die Kosten vom Einkommen abgezogen werden. Dabei gilt es, verschiedene Faktoren zu beachten. So kann ein Auto nur bei gewissen Kriterien, bspw. schlechte ÖV-Anbindung oder nachweisbare Krankheit, die die Benutzung der ÖV unmöglich machen, abgezogen werden.


Verpflegung
Für Verpflegung können pauschal für das Jahr 3200 Franken abgezogen werden. Bietet der Arbeitgeber in Form von Checks oder günstiger Mensaverpflegung eine Vergünstigung an, so ist dies auf dem Lohnausweis vermerkt. Die geltende Pauschale beträgt 1600 Franken. Ist das Pensum kleiner als 100 Prozent, werden die Abzüge anteilsmässig gekürzt.


Andere Auslagen

Versicherungen
Für Versicherungen jeglicher Art wird automatisch eine Pauschale von 2000 Franken abgezogen.


Ausbildungen
Seit 2016 sind die Abzüge für Ausbildungskosten von den Berufsauslagen getrennt. Damit ist es möglich, Aus- und Weiterbildungen, die nicht in direkter Verbindung mit der aktuellen Tätigkeit stehen, abzuziehen. Die Bedingung für die Geltung ist jedoch, dass durch Aus- oder Weiterbildung nach Abschluss Einkommen generiert werden kann.

Beispielsweise absolviert ein gelernter Schreiner eine Weiterbildung zum Fitnessinstruktor und kann dies abziehen, weil er damit potenziell Einkommen generieren kann. Für Freizeit-Kurse ohne Aussicht auf Verdienst können keine Abzüge geltend gemacht werden. Pro Steuerjahr lassen sich für Aus- und Weiterbildungen maximal 12’000 Franken abziehen – dazu zählen nicht nur Semestergebühren, sondern auch Lehrmittel, Anschaffungen (Laptops können mit bis zu 50 Prozent abgezogen werden), Wochenaufenthaltswohnungen oder auch Generalabonnements.


Krankheits- und Unfallkosten
Im Kanton Basel-Landschaft werden die selbst bezahlten Kosten voll und ganz vom Einkommen abgezogen. So können bspw. Zahnarzt oder Optikerkosten geltend gemacht werden. Am besten den Steuerbeleg der Krankenkasse(n) verlangen und die selbst bezahlten Rechnungen aufbewahren.


Persönliche Vorsorge (Säule 3a)
Das im Steuerjahr einbezahlte Geld wird ebenfalls vom Einkommen abgezogen. Der Maximalbetrag für das Jahr 2018 lag bei 6768 CHF.
So funktioniert es.


Spenden- und Parteibeiträge
Sind Beiträge an gemeinnützige Organisationen oder an offizielle Parteien gezahlt worden, können diese abgezogen werden.

Hinweis: Oft stellt sich die Frage, ob und zu welchem Ansatz gewisse Ansprüche geltend gemacht werden können. Am besten werden Belege und Bescheinigungen eingefordert und beigelegt. Die Überprüfung der Angaben erfolgt durch das Steueramt, dieses kann im Zweifelsfall den Abzug ablehnen. Also nichts erfinden, aber lieber zu viele als zu wenige Abzüge geltend machen.

Nützlich: Steuerrechner für natürliche Personen Kanton Basel-Landschaft.

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Adelina Agnoli
Adelina Agnoli ist on- und offline Gestalterin in der Abteilung «Marketing & Channels» bei der BLKB. Im Blog erklärt sie komplexe Themen ganz einfach und hält uns mit Tipps und Tricks auf dem Laufenden.

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