Sparfüchse schlagen Zinslipicker

0
13
0

Es gab Zeiten, da gehörten sie zum Alltag meiner Arbeitskollegen am Bankschalter: die Zinslipicker. Das ist keine Vogelart aus dem Baselbiet, sondern es sind Menschen damit gemeint, die ihre Spargelder je nach Zinsangebot der Banken von einem Institut zum anderen verschieben. Das Ziel: möglichst viel mit dem Sparbatzen verdienen.

Heute entscheidend: die Gebühren

Im aktuellen Tiefzinsumfeld sind die Zinslipicker deutlich seltener geworden. Der Aufwand für das Geldverschieben bei Zinsdifferenzen lohnt sich kaum noch.

Heute ist etwas anderes entscheidend: die Gebühren. Statt der traditionellen Zinspicker kommen damit die Sparfüchse zum Zug. «Bankgebühren sind wichtiger als die Zinsen», schrieb Wirtschaftsexperte Martin Spieler vergangenen Sommer im Geldblog des Tagesanzeigers.

Das sind die typischen Gebühren, die ein Kunde oder eine Kundin bei einer Bank bezahlt:

  • Kontoführungsgebühr
  • Gebühr für den physischen Versand von Kontoauszügen
  • Gebühren für Saldoauskünfte
  • Gebühren für Transaktionen am Bankschalter
  • Jahresgebühr für Maestro- und Kreditkarten

Wie hoch diese sind, ist jeder Bank selbst überlassen. «Viele Bankinstitute bieten sehr ähnliche Dienstleistungen zu sehr unterschiedlichen Tarifen an», sagt der eidgenössische Preisüberwacher. Den meisten Preismodellen gemeinsam ist, dass die Kundinnen und Kunden von reduzierten Gebühren profitieren können, wenn sie ein gewisses Vermögen bei einem Finanzinstitut halten.

Bei der Basellandschaftlichen Kantonalbank (BLKB) bezahlen Kunden zum Beispiel ab einem Kundenvermögen von 10’000 Franken keine Kontoführungsgebühren mehr. Zum Kundenvermögen zählen dabei alle Konten und Depots – auch Vorsorgekonten. Es kann sich also lohnen, das Säule-3a-Konto zu der Bank zu transferieren, bei der man sein Lohnkonto hat. Auch wer eine Hypothek bei der BLKB hat oder jünger als 25 Jahre ist, ist von der Grundgebühr für Konten befreit.

Schlaue Sparfüchse schauen aber nicht nur auf die Kontoführungsgebühr, sondern auch auf weitere Gebühren und Spesen. Mit dem richtigen Verhalten kann ein Grossteil der Bankgeschäfte mit reduzierten Gebühren oder gar ganz kostenlos abgewickelt werden.

Hier zwei Tipps:

  • Einzahlungen und Überweisungen im Inland können im E-Banking kostenlos getätigt werden.
  • Elektronische Kontoauszüge kosten nichts.

 

Nützliche Links:

Bankenvergleich, Aargauer Zeitung

BLKB Privatkonten

13
0
Teilen.
Bart van Riemsdijk on Linkedin
Bart van Riemsdijk
Produktmanager Basisprodukte Gesamtbank bei BLKB
Bart van Riemsdijk ist Produktmanager und Ansprechpartner für alle Konten- und Kartenprodukte bei der BLKB. Auf BLKBlive versorgt er die Leserinnen und Leser mit nützlichen Tipps rund ums Thema Retail Banking.

Eine Antwort geben