Zu jedem Topf der passende Deckel – neues Format im Zahlungsverkehr vereinfacht Buchhaltung

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Eigentlich wäre es ja ganz einfach: Auf der einen Seite stehen Rechnungen, die die Kunden bezahlen müssen. Auf der anderen sind Zahlungseingänge, die auf dem Firmenkonto eingehen. Wenn jede ausgestellte Rechnung beglichen ist, stimmt die Buchhaltung.

Aufwendige Handarbeit

In der Realität sieht es aber etwas anders aus: Die Kunden haben zum Beispiel 30 Tage Zeit, die bezogenen Leistungen zu bezahlen – die einen machen dies innert dieser Frist, andere lassen sich länger Zeit und müssen gemahnt werden. Welche Kontobewegung ist der Deckel zu welchem Topf? Bisher kamen bei vielen Firmen Excel-Listen und Handarbeit zum Einsatz.

Dieser Prozess wird einfacher: mit der Einführung des ISO20022-basierten Cash Managements, kurz «camt» – einem Teilpaket der Harmonisierung des Schweizer Zahlungsverkehrs.

Mehr Zeit für das Wesentliche

Wir finden: Die Stärken Ihres Unternehmens sind Ihre Dienstleistungen und Produkte. Hier sollten Sie Ihre Zeit und Energie investieren. Natürlich wissen wir, dass vermeintliche Nebensächlichkeiten wie die Buchhaltung zu jeder Firma dazugehören. Doch die sollte so einfach wie nur irgendwie möglich zu führen sein.

Deshalb sind wir sehr froh darüber, dass praktisch alle unserer Unternehmenskunden den Wechsel vom früheren DTA-Format auf das ISO20022-basierte «pain»-Format (Payment Initiation) vollzogen haben. Bei den meisten brauchte dieser Wechsel im Vorfeld etwas Einsatz: ein Update der Buchhaltungssoftware und personelle Ressourcen. Doch wir sind davon überzeugt, dass sich das gelohnt hat.

Überraschend einfach

Mit dem Wechsel zu einem effizienteren Cash Management können manuelle Prozesse automatisiert werden. Wo früher in mühsamer Handarbeit Listen abgeglichen und nach einzelnen Zahlungen gesucht wurde, läuft heute ein grosser Teil elektronisch ab.

Auf dem neuen Tagesrapport stehen neben dem Anfangs- und Endsaldo auch Zahlungseingänge und Zahlungsausgänge. Da das neue Format Informationen zur Zahlung zielgerecht mitliefern kann, entfällt das lästige Abgleichen. Das minimiert die Fehlerquellen, verkürzt die Durchlaufzeit und steigert die Transparenz. Zudem ist die Umstellung wichtige Basis für eine funktionierende Liquiditätsplanung. Damit können Unternehmen sicherstellen, dass sie nicht in finanzielle Engpässe geraten, auch wenn Kosten und Einnahmen auf der Zeitachse oft ungünstig verteilt sind.

Verlässliche Partnerin

Es ist uns wichtig, unsere Kundinnen und Kunden durch die Umstellung zu begleiten. Boris Brunner, der bei SIX Interbank Clearing für die Umstellung auf die neue Norm verantwortlich ist, sagte Anfang Jahr gegenüber SRF: «Es genügt nicht, dass man dem Kunden einfach einen Brief schreibt und ihm dann sagt: stell doch bitte um. Der Kunde muss individuell begleitet werden». Wir sehen das genauso. Darum: Nehmen Sie mit uns Kontakt auf – wir helfen Ihnen gerne.

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Martin Zimmermann
Leiter Produktmanagement Basisprodukte und Zahlungsverkehr
Martin Zimmermann leitet die Abteilung Basisprodukte und Zahlungsverkehr im Produktmanagement der BLKB. Er hat sich den Themen Digitalisierung und Zahlungsverkehr-Harmonisierung verschrieben und bloggt dazu auch auf BLKBlive.

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