8 Kostenpunkte, die beim Aus- oder Umzug anfallen

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Du hast genug von Hotel Mama, Hotel Mama hat genug von dir, oder du willst mit einem anderen Vogel weiterfliegen? Dann wird es Zeit, dir ein neues Nest zu suchen. Doch mit welchen Kosten ist zu rechnen? Folgende Kostenpunkte kommen neben den Lebenshaltungskosten (Essen, Ferien etc.) auf dich zu:

1. Miete

Berechne, wie viel du maximal ausgeben willst oder kannst. Die Faustregel hierbei: höchstens ein Drittel des monatlichen Nettoeinkommens.

2. Mietzinskaution

Die Mietzinskaution dient als Vorauszahlung, falls durch dich Schäden an der Wohnung entstehen. Sie ist auf einem Sperrkonto bei einer Bank anzulegen und beträgt in der Regel maximal drei Monatsmieten. Sie ist unbedingt ins Budget einzuplanen – die Kaution muss vor dem Einzug in die neue Wohnung eingezahlt werden. Nach Ablauf des Mietverhältnisses erhältst du die Kaution nach allfälligen Abzügen zurück.

3. Nebenkosten

Sollten sie im Mietpreis nicht inklusive sein, so werden sie pauschal (Berechnung aufs ganze Jahr) oder als Akontozahlung (im Voraus) eingezahlt. Achtung: Beachte, dass die Nebenkosten höher ausfallen als die Akontozahlungen.

4. Versicherungen

Schliesse in jedem Fall eine Haftpflicht- und Hausratversicherung ab, denn wer nicht mehr im Elternnest wohnt, ist auch nicht mehr in den Familienmodellen der Versicherungen enthalten. So ist deine Einrichtung unter anderem vor Naturgewalten oder Einbrüchen geschützt und auch du bist abgesichert, wenn du Dritten – zum Beispiel deinem neuen Vermieter – Schäden verursachst.

5. Umzug/Transport

Du hast zwar Freunde, die dir gerne helfen, aber tollpatschig oder unzuverlässig sind? Wenn du sichergehen willst, dass alles reibungslos abläuft und keine Schäden entstehen (Sofa geht kaputt, Kratzer an der Wand, Beschädigung des Treppenhauses) engagierst du eine Zügelfirma.

6. Dokumente

Oft wird für einen Mietvertrag ein Betreibungsauszug verlangt. Dieser ist kostenpflichtig bei deiner aktuellen Wohngemeinde zu bestellen. Die Kosten von ungefähr 20 Franken fallen weniger ins Gewicht, wichtig aber ist, dass du die Dokumente rechtzeitig bestellst. Denke auch daran, dich bei der bisherigen Gemeinde abzumelden und am neuen Ort anzumelden.

7. Möbel und Inventar

Achte auf Essenzielles wie ein gutes Bett oder einen Esstisch: Yogamatte und Couchtisch sind nach spätestens vier Wochen unbequem. Bis zur kompletten Einrichtung dauert es ungefähr ein Jahr, über welches du das Geld verteilen solltest. Ob neu oder vom Flohmi – es lohnt sich, dein neues Nest Stück für Stück einzurichten.

8. Diverses

Denke daran, die Billag-Gebühren für den TV- und Radioempfang einzukalkulieren. Auch musst du mit Kosten für Strom und Wasser rechnen, die dir vom Versorgungsunternehmen gestellt werden. Ebenso ist der Nachsendeauftrag der Post kostenpflichtig – das lohnt sich aber, da du dann genug Zeit hast, deine Adressänderung überall zu melden. „Versteckte Kosten“ können auch Versicherungsprämien und Steuern sein. Diese sind teilweise kantonal unterschiedlich und gehen oft vergessen. Am besten informierst du dich im Voraus, welche Kosten dich in der neuen Gemeinde erwarten.

Auf knappe Kasse umzuziehen kann gut, aber auch sehr schnell schief gehen. Halte immer eine kleine Reserve an Erspartem für unvorhergesehene Ausgaben wie Arztbesuche oder sonstige Reparaturkosten bereit. Weitere Tipps und Tricks rund um den Umzug selbst findest du in diesem Beitrag:
https://web.blkb.ch/blog/2017/02/28/zuegeln-mit-diesen-tipps-funktioniert-ihr-umzug-reibungslos/

Nützliche Links:

Immobilienportal Newhome

Hausrats- und Haftpflichtversicherungen

Mieterverband Baselland

Adressänderung und Nachsendeauftrag

Billag

Spartipps

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Adelina Agnoli
Adelina Agnoli ist on- und offline Gestalterin in der Abteilung «Digitale Kommunikation & Services» bei der BLKB. Im Blog erklärt sie komplexe Themen ganz einfach und hält uns mit Tipps und Tricks auf dem Laufenden.

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