Himmelrieder Strom: Jetzt wird selber produziert!

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Oberhalb des dicht bewaldeten Kaltbrunnentals in der Nähe von Basel befindet sich das Jugendhaus Don Bosco. Das Jugendhaus ist eine ehemalige Bauarbeiterbaracke die von der Jungwacht Don Bosco gekauft und erst nach jahrelangem Hin und Her in Himmelried auf einem geeigneten Landstück aufgebaut werden konnte. Seit 1976 hat sich jedoch einiges getan, weshalb in Himmelried nun eine neue Ära eingeläutet worden ist.

Die Projektidee

Nachdem das Haus im Jahre 2016 aufgehübscht wurde fragte sich der Stiftungsrat, welche weiteren Massnahmen für den ökologisch nachhaltigen Betrieb des Jugendhauses sinnvoll wären. Die Lösung war einfach: Genau, der «cheibe» Strom kann doch selber produziert werden. So ging es nicht lange und die erste Nachricht zu diesem Vorschlag wurde im Gruppenchat des Stiftungsrats versendet. fragte sich der Stiftungsrat, welche weiteren Massnahmen für den ökologisch nachhaltigen Betrieb des Jugendhauses sinnvoll wären: «Wir wollen unseren Strom selber produzieren».

Die Umsetzung

Um die Solaranlage finanzieren zu können, beschloss der Stiftungsrat, einen beträchtlichen Anteil der Kosten mittels einem Crowdfunding aufzubringen. Allfällige Gewinne durch Vermietungen werden jeweils in den Werterhalt des Hauses gesteckt und machen somit die Finanzierung eines derart grossen Projekts beinahe unmöglich. Das Crowdfunding verhalf dem Haus zu mehr Beachtung in der breiten Öffentlichkeit. Schliesslich gab es sogar ausserhalb der Nordwestschweiz Sponsoren, welche das Projekt unterstützt haben. So erstaunt es kaum, dass das Finanzierungsziel nicht nur erreicht, sondern gar übertroffen werden konnte. Mehr zur Crowdfunding-Plattform der Basellandschaftlichen Kantonalbank erfahren Sie hier: https://www.blkb.ch/crowdfunding

Die Solaranlage

Das Ziel für das Jugendhaus Don Bosco lautet: «Den Strom, den wir im Jahr benötigen, produzieren wir selbst». Um das zu erreichen, erhielt die Firma Suncrest aus Muttenz vom Stiftungsrat den Auftrag, eine entsprechende Photovoltaikanlage zu planen und zu installieren. Die 30 Solarmodule à 1.65 Quadratmeter, die auf dem Dach montiert wurden, ergeben circa 8’280 kWh Solarstrom. Mit der eigenen Anlage wird nun täglich Strom erzeugt, am meisten kann jedoch an Tagen mit Kälte und Sonne generiert werden: Diese Konstellation bringt bis zu 9 Kilowatt und damit eine Leistung von 100%.

So sehen die Solarmodule aus:

Der in den Solarzellen produzierte Strom wird in den Strings – auf dem Bild als silberne Striche sichtbar – bis zum Solarkabel auf der Rückseite der Module geführt. Mit diesen Kabeln werden alle Module miteinander verbunden und der Gleichstrom vom Dach bis zum Wechselrichter geführt, wo er in Wechselstrom umgewandelt wird, damit er verbraucht und der Überschuss ins Netz gespiesen werden kann.

 

Die Zukunft

Die Solaranlage des Jugendhauses wurde mit satten 12% überfinanziert. Mit dem Überschuss soll beispielsweise das Bänkchen vor dem Haus abgerissen und neu gemacht werden. Auch wurde er in eine Anzeigetafel investiert, die gut sichtbar an der Aussenfassade des Hauses montiert wurde und an der die Besucher des Jugendhauses jederzeit ablesen können, wie viel Strom bereits produziert wurde und wie hoch die Leistung im Moment gerade ist. Im Text auf dem Display wird die Funktion der Photovoltaikanlage anschaulich erklärt. Dem ehrenamtlich tätigen Stiftungsrat gehen die Ideen für weitere Projekte bestimmt nicht aus : «Es wird sicher wieder eine Nachricht aufpoppen im Whatsapp-Gruppenchat», meint Cyrill Wunderlin, Mitglied des Stiftungsrats, lächelnd.

Das Fazit

Wollen Sie mit Ihrem Verein oder Ihren Freunden mal etwas anderes machen? Rund um das Jugendhaus gibt es tolle Aktivitäten, um die Landschaft im Kaltbrunnental mit ihren Höhlen und Wanderwegen zu entdecken. Zugleich kennen Sie nun einen Ort, an dem Sie als Gruppe übernachten können und dabei die Gewissheit haben, dass ihren Gastgebern der Umweltschutz am Herzen liegt.
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Valerie Seitz
Social Media & Content Management bei BLKB
Valérie Seitz ist Online Content Managerin bei der BLKB. Sie ist am Puls der sozialen Netzwerke und hält den Blog mit aktuellen Einblicken auf dem Laufenden.

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