Exportfinanzierung: Die Vorteile für Schweizer KMU

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Die Schweizer Exporte gewannen im Laufe des Jahres 2017 an Fahrt und erreichten neue Rekordstände. Der Frankenschock im Januar 2015 wurde somit erfolgreich überwunden. Neben der verbesserten Konjunkturlage hat auch die Abschwächung des Schweizer Frankens beziehungsweise die Preisentwicklung dazu beigetragen. Exportzunahmen konnten schwergewichtig in asiatische Länder sowie in die USA verzeichnet werden.

Saisonbereinigter Aussenhandel der Schweiz (nominal)

Quellenangabe: https://www.newsd.admin.ch/newsd/message/attachments/52113.pdf
(saisonbereinigt = auf arbeitstagbereinigter Basis und unter Ausschluss der saisonbedingten Schwankungen)

Damit ein grenzüberschreitendes Geschäft zustande kommt, sind exportierende Unternehmen oftmals auf eine Exportfinanzierung angewiesen. Sie garantiert die notwendige Liquidität, welche für die Umsetzung eines Auftrags oder Projekts unverzichtbar ist.

Gute Gründe für eine Exportfinanzierung

  • Der Exporteur leidet unter schwierigen Zahlungsbedingungen, beispielsweise weil der Kunde erst bei Lieferung bezahlt oder einen Zahlungsaufschub verlangt.
  • Die Finanzierung ist Teil der Ausschreibung.
  • Der Exporteur steigert seine Konkurrenzfähigkeit, da er seinem ausländischen Geschäftspartner eine attraktive Finanzierung anbieten kann. Gerade bei Geschäften mit Unternehmen in Ländern mit hohen Zinssätzen steigen so die Chancen auf einen Vertragsabschluss.
  • Der Exporteur verfolgt eine Wachstumsstrategie und benötigt Liquidität, um mehrere Exportverträge gleichzeitig abzuschliessen.

XportFinance AG: Unterstützung für KMU

Die BLKB hat ihre Leistungen für Unternehmen im letzten Jahr ausgebaut. So bieten wir als refinanzierende Bank in Kooperation mit der Xport Finance AG (XFi) seit dem Herbst 2017 auch Lösungen im Bereich Exportfinanzierung an. Vor allem kleinere und mittlere Unternehmen stehen immer wieder vor dem Problem, dass ihre Bedürfnisse durch die bestehenden Bankpartner nicht vollständig abgedeckt werden. Die XFi arbeitet hierbei mit der Schweizerischen Exportrisikoversicherung (SERV) zusammen. Im Fokus stehen für KMU typische Transaktionsgrössen, wobei auf die Festlegung eines Mindestbetrages grundsätzlich verzichtet wird.

Welche Kreditformen gibt es?

Typische Exportfinanzierungen sind:
Fabrikationskredit Der Schweizer Exporteur erhält eine Vorfinanzierung zur Herstellung der Exportgüter für einen projektbezogenen Auftrag im Ausland. Er kann damit die bestehenden Bankkreditlimiten schonen beziehungsweise für andere Aktivitäten einsetzen.
Lieferantenkredit Der Schweizer Exporteur verkauft seine Forderungen an den Finanzierungspartner und tritt die Inkassorechte ab. Dadurch erhält er sofort den Barwert aus den Forderungen und kann seinem Kunden gleichzeitig verlängerte Zahlungsbedingungen gewähren.
Käuferkredit Der Käufer erhält einen Kredit. Der Exporteur erhält nach seiner Lieferung sofort das Geld.

Wann ist der Finanzierungspartner zu kontaktieren?

Jeder Exportfinanzierungslösung liegt ein länderübergreifender Vertrag zugrunde. Dieser muss bestimmte Bedingungen erfüllen, damit eine Finanzierung möglich ist. Es ist daher wichtig, vor Vertragsabschluss mit dem Finanzierungspartner Kontakt aufzunehmen.

Nützliche Links

Xport Finance AG
SERV

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Scarlett Estermann
Scarlett Estermann hat den Master in Rechtswissenschaften abgeschlossen und arbeitet bei der BLKB in der Verkaufsführung Unternehmenskunden. Hier schreibt sie Artikel zu aktuellen KMU-Themen.

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