Nachhaltig vorsorgen – zukunftsfähig anlegen

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Nachhaltigkeitsüberlegungen bei Vorsorgelösungen miteinbeziehen

Die private Vorsorge über die dritte Säule gewinnt in der heutigen Zeit zunehmend an Wichtigkeit. Dabei stellen Studien in der Schweiz vermehrt fest, dass Privatpersonen zu wenig für ihre Vorsorge tun und das Thema scheuen. Der Grund dafür mag Unwissenheit zum Thema Anlegen oder aber auch einfach eine ausgeprägte Vorsichtshaltung sein. Denn wer vorsorgt, der legt langfristig an, teilweise sogar sehr langfristig. Fängt man Mitte dreissig mit der privaten Vorsorge an, dann redet man in der Regel von einem Anlagehorizont von 30 Jahren.

Langer Anlagehorizont verunsichert

Anlegerinnen und Anleger stehen also vor der besonderen Herausforderung, für ihren Ruhestand auf lange Frist hinaus die richtigen Anlageentscheidungen zu treffen. Nur, wie legt man langfristig richtig an? Kein Mensch weiss heute, was in 30 Jahren sein wird, welche Unternehmen heute zu den Gewinnern von übermorgen gehören oder welche Firmen dann bereits von der Bildfläche verschwunden sein werden. Vermutlich ist dies einer der Hauptgründe, weshalb viele Privatpersonen die dritte Säule lieber in Cash liegen lassen oder gar nicht erst auf das steuerlich begünstigte Konto 3a einzahlen. Dabei hilft der lange Anlagehorizont, Kursschwankungen über die Zeit zu glätten, und reduziert statistisch gesehen das Verlustrisiko für den Anleger.

Angst vor Verlusten besonders ausgeprägt

Während wir nun wissen, dass bei der Vorsorge die Zeit für die Anlegerin oder den Anleger arbeitet, gilt es im nächsten Schritt die eigene Risikofähigkeit zu erkennen, um die passende Anlagestrategie definieren zu können. Dabei stellen Forscher immer wieder fest, dass sich Anleger bei der Vorsorge tendenziell eine tiefere Risikofähigkeit attestieren, als sie tatsächlich hätten. Die Angst vor Verlusten wiegt bei den Vorsorgegeldern offenbar schwerer als bei gewöhnlichen Anlagen. Es ist also wichtig, sich bei der Festlegung der Anlagestrategie nicht nur auf die mögliche Wertentwicklung, sondern primär auf die damit einhergehenden Risiken und Wertschwankungen zu konzentrieren. Schliesslich soll der Anleger mit seinem Vorsorgevermögen die nächsten 30 Jahre ruhig schlafen können.

Langfristige Anlageentscheide zentral

Will man langfristig erfolgreich vorsorgen, so ist die passende Anlagestrategie eine Grundvoraussetzung. Steht diese fest, muss das Thema der Langfristigkeit systematisch in die Investitionsentscheide einfliessen können. Anlegerinnen und Anlegern stehen dabei nicht selten kurzfristige Profitgier und opportunistisches Anlegerverhalten im Weg. Diese Verhaltensmuster sind aus der Theorie der Verhaltensökonomie bestens bekannt und bei der Vorsorge definitiv fehl am Platz. Dies gilt es beim Anlegen grundsätzlich, und bei der Vorsorge im Besonderen, zu vermeiden. Am besten gelingt dies mit einer nachhaltigen Umsetzung der Anlagestrategie.

Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigen

Es liegt in der Natur des Wortes, dass sich Nachhaltigkeit an langfristigen Themen orientiert. Die Berücksichtigung von ökologischen, sozialen und Unternehmensführungs-Kriterien – sogenannten ESG- (Environment, Social und Corporate Governance) Faktoren – bietet dabei mehrere Vorteile: Erstens verfügen nachhaltige Unternehmen in der Regel über längerfristige und zukunftsorientierte Unternehmensstrategien sowie eine entsprechend langfristig ausgerichtete Corporate Governance. Zweitens sind nachhaltige Unternehmen häufig langfristig erfolgreicher und weisen eine tiefere Anfälligkeit für Risiken auf. Drittens haushalten sie tendenziell bewusster, gehen mit Ressourcen und der Umwelt sorgsamer um und sichern sich durch überdurchschnittliche soziale Ausprägungen die Loyalität ihrer Mitarbeitenden. Viertens ergänzt die Integration von ESG-Faktoren in die Investitionsentscheide die konventionelle Finanzanalyse in Bezug auf die Risikobetrachtung. Das Mitberücksichtigen von ökologischen, sozialen und Unternehmensführungsaspekten führt also zu einer umfassenderen und längerfristigen Beurteilung der Anlagerisiken und Ertragschancen und erhöht damit die Qualität und Stabilität des daraus resultierenden Portfolios.

Nachhaltigkeit und Finanzanalyse: eine gesamtheitliche Beurteilung der Anlagechancen und -risiken

Das Mitberücksichtigen von ESG-Faktoren erlaubt eine langfristige Risikobeurteilung.

 

Risiko reduzieren und Chancen nutzen

Insbesondere im Hinblick auf den langen Zeitraum von 30 Jahren, über den sich die Vorsorgevermögen entwickeln sollen, stellt die Nachhaltigkeit also einen Schlüsselfaktor zum Erfolg dar. Es verwundert daher nicht, dass langfristig orientierte Investoren, wie z.B. der norwegische Staatsfonds, Nachhaltigkeit gerne als Ansatz zur Risikominimierung bezeichnen. Und damit wären wir wohl am wichtigsten Punkt angekommen: Anlagerisiken langfristig erfolgreich managen bedeutet zukunftsorientiert anlegen. Eine Vielzahl von Studien belegt die vorgängige Aussage, dass Nachhaltigkeit die Risiken und somit die Schwankungsanfälligkeit von Anlagen langfristig reduziert. Anlegerinnen und Anleger, die erfolgreich vorsorgen wollen, nutzen Nachhaltigkeit, um die Risiken in ihrem Portfolio zu reduzieren und zukunftsorientierte Wertsteigerungschancen wahrzunehmen. Nicht zuletzt deshalb wächst das Volumen der nachhaltig verwalteten Pensionskassenvermögen in der Schweiz und europaweit mit doppelstelligen Prozentzahlen.
Privatpersonen können nun über unsere neu lancierten nachhaltigen BLKB Next Generation Vorsorge Fund Yield und Balanced einfach und zukunftsorientiert Vorsorgevermögen anlegen. Die Umsetzung der Investitionsentscheide erfolgt nach strikten Nachhaltigkeitskriterien. Die aktive Verwaltung des Vermögens verspricht einen optimalen Mix zwischen Ertragschancen und eingegangenem Risiko und stellt sicher, dass das Vorsorgevermögen unserer Kundinnen und Kunden über den langen Anlagezeitraum zukunftsorientiert investiert ist. Ein Ansatz, bei welchem Anlegerinnen und Anleger die Zeit auf ihre Seite bringen und Geduld sich ausbezahlt – bereits Warren Buffet hat gesagt: «Die Börse ist ein Mechanismus, um Vermögen von den Ungeduldigen zu den Geduldigen zu transferieren.» Mit den BLKB Next Generation sorgen Sie jetzt und für die nächsten Generationen vor.

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Patrik A. Janovjak, CIO
Leiter Investment Center bei BLKB
Patrik A. Janovjak leitet seit 2012 das Investment Center der BLKB. Als CIO verantwortet er die nachhaltige Vermögensverwaltung und spezialisiert sich auf langfristige Anlagethemen mit Schwerpunkten im Bereich ESG.

2 Kommentare

  1. martin grolimund am

    Hallo Herr Janovjak, welche ESG Regeln nimmt die BLKB als Grundlage? Es ist zwar schön wenn PK und Kunden nur noch ESG wollen , aber nach meiner Erfahrung denken Sie dann, dass z.B ein Pepsico oder Danone sicher nicht dabei sein kann… Oft sind es aber genau solche Big Names die viel unternehmen. Im SMI ist momentan das esg Angebot auch nicht gewaltig, wie machen Sie das bei der BLKB mit den Schweizer Aktien. Ich weiss, dass viele Firmen hart daran arbeiten, aber momentan ist das Angebot noch nicht gewaltig. Zu Ihrer Info , ich bin seit 18 jahren Portfolio Manager bei der BNP Paribas WM, in Basel und verwalte die CHF Portfolios. Zudem noch BLKB Kunde privat .-). Ich danke Ihnen für Ihre Zeit und grüsse Sie freundlich Martin Grolimund

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    • BLKB Administrator

      Guten Tag Herr Grolimund

      Vielen Dank für Ihren Kommentar.

      Die BLKB nutzt Ausschlusskriterien (Negativscreening) sowie einen „Best.-in-Class“ Ansatz (Positivescreening) um die nachhaltigsten Unternehmen für unser Anlageuniversum zu definieren. Hierbei arbeiten wir mit verschiedenen externen Partnern wie z.B. der ZKB und MSCI ESG zusammen.

      Für den Schweizer Markt identifizieren wir zur Zeit über 70 nachhaltige und investierbare Unternehmen. Darin befinden sich kleinere innovative Unternehmen, sowie auch die „Big Players“ des SMI.

      Wie Sie richtig bemerken, haben die grossen Firmen durch ihre Marktstellung eine entsprechende „Macht“ Nachhaltigkeit mit hoher Wirkung umzusetzen. Nicht alle tun dies mit dem notwendigen Nachdruck. Hier gilt es die Spreu vom Weizen zu trennen und diejenigen zu erkennen, welche das Thema mit hoher Seriosität umsetzen.

      Freundliche Grüsse

      Patrik A. Janovjak, CIIA
      CIO

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