7 Tipps gegen das «Zu viel Monat am Ende des Geldes»-Syndrom.

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Hand aufs Herz, wem ist es noch nicht passiert oder wem passiert’s immer wieder? Man nimmt sich vor, zu sparen, doch am Ende des Monats heisst es durchbeissen – ohne dass auch nur ein Franken gespart wurde. Dafür gibt es viele Ursachen. Sei es, weil das Geld zuvor ausgegeben wurde, es vom Sparkonto wieder abgebucht wurde oder weil die Schulden des letzten Monats beglichen werden mussten. Wie lasse ich also die Finger vom Geld, das ich ansparen will?

Natürlich sind Lohn, Wohnsituation, Arbeit, Studium und Lebensstandard Faktoren, die ganz unterschiedlich ausfallen und kein allgemeines Wunderrezept zulassen. Es gibt jedoch Möglichkeiten, wie wir unseren Schnellimpulsen beim Shopping, im Ausgang oder in den Ferien Einhalt gebieten können.

Die 7 Thinking-Steps:

1. Fixkosten berechnen, Ausgaben schätzen.  
Dazu gehören unter anderem Miete, Steuern, Krankenkasse, ÖV-, Handy-Abo und Versicherungen. Die Höhe dieser Rechnungen ist pro Jahr klar definiert und lässt sich einfach berechnen. Andere Ausgaben dürfen ruhig grosszügiger geschätzt werden, als sie effektiv sind.
2. Geld auf mehrere Konti verteilen.
Klingt mühsam und ist zu Beginn  gewöhnungsbedürftig, bietet aber die Sicherheit, dass wir beispielsweise unser «Sparkonto Steuern» nicht für die Ferien plündern. Tipp: jeweils ein Konto für: Steuern, Ferien, Vorsorge und allgemeines Sparen.
3. Höhere, offene Rechnungen (Miete, Krankenkasse, Auto) direkt nach Lohnerhalt zahlen.
So sehen wir, was wir für den Monat noch übrig haben, und sind weniger verleitet, Geld auszugeben, das wir nicht haben.
4. Geld für Steuern direkt nach Lohnerhalt auf ein separates Konto überweisen.
So gibt es Anfang Jahr keine bösen Überraschungen.
5. Das restliche Geld in Prioritäten einteilen.
Bei übrigen CHF 900.– pro Monat könnte das so aussehen:
1. Sparen Ferien = CHF 300.–
2. Essen = CHF 250.–
3. Ausgang = CHF 230.–
4. Notfallgeld = CHF 120.–
6. Ausgaben hinterfragen.
Brauche ich dieses Paar Schuhe wirklich? Lohnt sich dieser Long Island noch, oder kommt er sowieso wieder oben raus? Soll ich dieses 30-€-Steak aus Prinzip bestellen, weil ich in den Ferien bin, oder habe ich eigentlich keinen grossen Hunger?
7. Sich etwas gönnen ist erlaubt!
Es sollte jedoch beim «sich etwas gönnen» bleiben und nicht zur Gewohnheit werden.

Individuelle Prioritäten
Besonders bei den persönlichen Prioritäten kann es schnell zu Meinungsverschiedenheiten kommen. Ich war auch schon in der Situation, dass der Ausgang und Ausflüge Priorität Nummer 1 bei den Ausgaben hatten gefolgt von Onlineshopping und Essen. Dann wurde ich teilweise belächelt, doch ich habe aufgrund meiner Priorisierung nicht das Gefühl gehabt, auf etwas verzichten zu müssen. Wer sein Geld prioritär für Party, Sause und Kleider ausgeben möchte, soll das tun. Wir müssen lernen, für uns zu bestimmen, was uns persönlich wichtig ist. Die Freunde verreisen ständig in die Ferien und du gibst pro Wochenende 150 Franken aus? Mach 100 draus; spar den letzten Drink, lade keine Fremden ein oder hebe nur so viel Geld ab, wie du dir vorgenommen hast. So kannst du pro Monat 200 von den 600 Franken auf die Seite legen.
Du willst aber gar nicht so oft oder so lang in die Ferien? Dann lege die 200 Franken zur Seite – beispielsweise für deine Vorsorge und spare damit Steuern. Aller Anfang ist klein, am besten mal ausprobieren und Ende Jahr Fazit ziehen.

 

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Adelina Agnoli
Adelina Agnoli ist on- und offline Gestalterin in der Abteilung «Marketing & Channels» bei der BLKB. Im Blog erklärt sie komplexe Themen ganz einfach und hält uns mit Tipps und Tricks auf dem Laufenden.

2 Kommentare

  1. Super Beitrag!
    Grosses Thema bei meinen Kindern (Lehrlinge und Studentin), bin sehr gespannt auf weitere Beiträge in diese Richtung.

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  2. w.simmendinger am

    Sparen, für wer? Hast Du kein Geld hilft Dir der Staat hast Du Geld bezahlst Du dem Staat Steuer und das nicht wenig.
    Also, wer Spart ist dumm!!!

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