Säule 3a: Schon einbezahlt?

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Die Säule 3a ist die ideale Lösung für in der Schweiz steuerpflichtige, erwerbstätige Personen, die für das Alter vorsorgen und dabei noch Steuern sparen möchten.

Die individuelle Vorsorge ist seit 1972 als dritte Säule in der Bundesverfassung verankert. Neben der freien Selbstvorsorge (persönliches Sparen) beinhaltet sie die gebundene Selbstvorsorge, welche durch die Fiskalpolitik gefördert wird.

Wie unterscheidet sich die gebundene von der freien Selbstvorsorge?

Für den Sparer ist neben der Verzinsung vor allem die steuerliche Privilegierung interessant. Die Beiträge können vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden, der Vermögenswert unterliegt nicht der Vermögenssteuer und die daraus erzielten Erträge werden ebenfalls nicht besteuert.

Wie viel darf ich in die Säule 3a einzahlen?

Arbeitnehmende sowie Selbstständigerwerbende mit Anschluss an eine Vorsorgeeinrichtung der 2. Säule können jährlich maximal den «kleinen» Beitrag einzahlen, dieser beträgt aktuell CHF 6‘768. Personen ohne Anschluss an eine Pensionskasse können dagegen den «grossen» Beitrag leisten: 20% des Erwerbseinkommens (jedoch maximal CHF 33‘840 für 2017).

Was bedeutet «gebundene Selbstvorsorge»?

Wie die Bezeichnung «gebundene Selbstvorsorge» bereits verrät, kann über die Guthaben in der Säule 3a nicht frei verfügt werden: Sie dürfen frühestens fünf Jahre vor und spätestens fünf Jahre nach Erreichen des ordentlichen Rentenalters bezogen werden. Eine vorzeitige Auszahlung ist dann möglich:

  • Erwerb von selbstgenutztem Wohneigentum
  • Rückzahlung Hypothek
  • Übertrag Pensionskasse
  • Aufnahme selbständige Erwerbstätigkeit

Bei Auszahlung des 3a-Guthabens fallen Steuern an. Die Kapitalleistungen werden gesondert vom übrigen Einkommen besteuert, im Baselbiet beträgt der Steuersatz für Kapitalleistungen unter CHF 400‘000 beispielsweise 2% (zuzüglich Gemeindesteuer/Direkte Bundessteuer). Aufgrund der üblicherweise progressiven Steuersätze und unter Berücksichtigung der Tatsache, dass im selben Jahr angefallene Kapitalleistungen zusammengezählt werden, empfiehlt sich das Einrichten von mehreren Vorsorgekonten. Das ermöglicht die gestaffelte Auflösung der Konten über mehrere Jahre.

Wie hoch ist die Steuerersparnis konkret?

Ein Beispiel: Eine alleinstehende Person mit Wohnsitz Liestal, einem steuerbaren Einkommen von CHF 80‘000 und jährlichen Einzahlungen von CHF 5‘000 spart pro Jahr rund CHF 1‘600 Steuern. Wird das Vorsorgekonto nach 10 Jahren aufgelöst, werden auf der Kapitalleistung Steuern in der Höhe von rund CHF 1‘700 fällig. Die Ersparnis beträgt in diesem Fall ca. CHF 14‘300.

Sei es zur Verbesserung der Altersvorsorge oder zum Sparen auf Ihr Eigenheim – profitieren Sie jetzt von den Vorzügen der Säule 3a und bezahlen Sie den Betrag rechtzeitig ein, damit er noch vor dem 31.12.2017 verbucht werden kann. Ihre Beraterinnen und Berater der BLKB helfen Ihnen gerne weiter.

Nützliche Links:

Säule 3a bei der BLKB

Vorsorgeberatung bei der BLKB

Steuerrechner BL

Kreisschreiben über die steuerliche Behandlung der Säule 3a

 

 

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Adrian Simmen
Leiter Finanz- und Vorsorgeplanung bei BLKB
Adrian Simmen ist Leiter Finanz- und Vorsorgeplanung und Referent bei den BLKB-Vorsorgeforen. Seit vielen Jahren begleitet er Kundinnen und Kunden auf dem Weg in die Pensionierung. Seine Artikel kommen aus den Bereichen Vorsorge, Pensionierung und Steuern.

1 Kommentar

  1. Auf Umwegen habe ich als Deutsche jetzt erfahren, was es mit der Säule 3a auf sich hat. Auf einer von mir gern besuchten Seite, wurde davon geredet, ohne aber eine Erklärung dazu zu bekommen. Und der Begriff selbst hat ja in Deutschland dich wenig Bewandtnis. Danke für Euren Bericht

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