Haben Schweizer KMU Währungsrisiken im Griff?

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Sich verändernde Wechselkurse können den Umsatz und die Erträge eines Schweizer KMU ins schwanken bringen. Jedes KMU mit Geschäftstätigkeit über die Landesgrenzen hinaus kann von Wechselkursrisiken betroffen sein und sollte sich betreffend deren Absicherung Gedanken machen.

Hauptziel: Planungssicherheit

Vor allem im Budgetprozess ist es wichtig, sich mit der Thematik der Devisenabsicherung auseinanderzusetzen. Nur so können Sie eine Planungssicherheit erreichen. In diesem Zusammenhang sind als Erstes die vorhandenen Währungsrisiken Ihres Unternehmens zu eruieren. Aufgrund dieser kann in einem zweiten Schritt eine auf das Schweizer KMU abgestimmte Absicherungsstrategie festgelegt werden.

Eruieren Sie die Währungsrisiken Ihres Unternehmens

Legen Sie die Währungsrisiken Ihres KMU fest und quantifizieren Sie diese. Die möglichen Währungsrisiken können unter anderem in 3 Teilbereiche eingeteilt werden:

Transaktionsrisiko Der Wert bestehender Forderungen, die künftig in einer Fremdwährung bezahlt werden, kann sich durch Wechselkursschwankungen ändern.
Translationsrisiko

(Umrechnungsrisiko)

Änderungen des Wechselkurses können per Stichtag zu Wertschwankungen beim Reinvermögen in der Buchhaltung führen.
Ökonomisches Risiko Vor allem bei langfristigen Änderungen der Währungsparitäten (abhängig von konkurrierenden Unternehmen) können die Auftragslage und die Umsätze eines Unternehmens Änderungen unterliegen.

 

Natural Hedging vs. Financial Hedging

Es gibt diverse Strategien zur Absicherung von Währungsrisiken, grundsätzlich wird zwischen Natural Hedging und Financial Hedging unterschieden.

Natural Hedging (natürliche Absicherung):

Beim Natural Hedging wird das Ziel verfolgt, dass die Ein- und Ausgaben bestmöglich in derselben Währung erfolgen. Je grösser das Gleichgewicht zwischen den beiden Grössen ist, desto besser ist die Umsetzung. Dadurch kann das Transaktionsrisiko minimiert werden. Die Absicherung erfolgt somit ohne zusätzliche finanztechnische Massnahmen.

Financial Hedging (finanzielle Absicherung):

Beim Financial Hedging kommen Absicherungsinstrumente zum Einsatz. Das heisst, dass ein weiteres Finanzgeschäft eingegangen wird, welches eine zugrunde liegende Transaktion absichert. Zur Absicherung können die folgenden Instrumente verwendet werden:

  • Kassageschäft (Spot)
  • Termingeschäft (Forward)
  • Devisenswap
  • Devisenoptionen

Welche Strategie und Instrumente passen zu Ihrem KMU?

Mit der Eruierung der Währungsrisiken haben Sie die Basis geschaffen, um sich der Thematik der Absicherungsstrategie zu widmen. Das richtige Instrument oder der richtige Instrumentenmix ist von diversen Faktoren abhängig. So kommt es darauf an, ob Sie Import- oder Exportgeschäfte tätigen. Weiter sind die Modalitäten des Geschäftsverkehrs (Preisfestlegung, Zahlungsfristen und -modalitäten, etc.) relevant. Auch zwischen welchen Ländern und Währungen Sie agieren sowie die Volatiliät der entsprechenden Wechselkurse sind massgebend.

Wir helfen Ihnen, das Währungsrisiko abzusichern

Währungsrisiken analysieren und eine  passende Absicherungsstrategie ausarbeiten: Unsere Spezialisten unterstützen Sie gerne. Zu unseren Dienstleistungen.

 

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Scarlett Estermann on Linkedin
Scarlett Estermann
Scarlett Estermann hat den Master in Rechtswissenschaften abgeschlossen und arbeitet bei der BLKB in der Verkaufsführung Unternehmenskunden. Hier schreibt sie Artikel zu aktuellen KMU-Themen.

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