Bessere Aussichten für die Schweizer Wirtschaft

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Nach zwei schwachen Quartalen mit einem BIP-Wachstum von lediglich 0.1% haben sich die Aussichten für die Schweizer Wirtschaft deutlich aufgehellt. Unterstrichen wird dies durch das KOF-Konjunkturbarometer, welches per Ende April weiterhin über dem langfristigen Schnitt notiert und damit eine positive Konjunkturentwicklung signalisiert. In seinem jüngsten Bericht rechnet der Internationale Währungsfonds (IWF) für die Schweiz mit einer Wachstumszunahme auf 1.4% im laufenden Jahr und 1.6% im kommenden Jahr. Dieses Wachstum werde einerseits durch die inländische und ausländische Nachfrage unterstützt, andererseits durch den nachlassenden Effekt der Franken-Aufwertung.

Das Wachstum in der Region Nordwestschweiz sollte dabei höher ausfallen. Das Forschungsinstitut BAKBASEL rechnet dank der guten Aussichten für die Pharmaindustrie mit einem Wachstum von 2.5% in den kommenden beiden Jahren. Damit wird die Region abermals einen überdurchschnittlich positiven Beitrag zum Schweizer Wachstum leisten.

Zuversichtliche Wirtschaftsumfrage

Die Attraktivität unserer Region wird von über 500 Unternehmen in der Region bestätigt, die an der jährlichen Wirtschaftsumfrage der Basellandschaftlichen Kantonalbank in Zusammenarbeit mit dem BAKBASEL teilgenommen haben. Zwar stellen der steigende Preisdruck, sinkende Margen und die starke Konkurrenz die Unternehmen immer noch vor Herausforderungen, doch die Baselbieter Unternehmen blicken im Vergleich zu den letzten zwei Jahren optimistischer in die Zukunft. Viele haben sich von der schwierigen Wechselkurssituation im Jahr 2015 erholt und schöpfen nun Hoffnung aus den teils erfreulichen Entwicklungen des letzten Geschäftsjahres.

Attraktive Unternehmen aus der Region

Die beiden Pharma-Kolosse Novartis und Roche bleiben ein wichtiges Standbein für die regionale Wirtschaftsentwicklung. Nach dem Gegenwind durch die politischen Unsicherheiten – vor allem aufgrund der US-Präsidentschaftswahlen – und der Herausforderung wichtiger Patentabläufe dürften die längerfristigen Aussichten wieder rosiger sein.

Eine weitere interessante Wachstumsstory aus unserer Region findet sich mit Straumann, deren operative Performance beeindruckend ist. Die Innovationskraft des Unternehmens bleibt hoch und ist die treibende Kraft hinter dem Erfolg. Die hohe Anzahl neuer Produkte und Lösungen sowie die Expansion in neue Märkte und Segmente stimmen zudem für die weitere Entwicklung positiv. Auch der Pharma-Zulieferer Lonza, der Actelion im SMI Index ersetzt hat, hat nach einem guten Start ins neue Jahr den Ausblick für 2017 nach oben angepasst.

Die genannten Unternehmen mögen zu den grössten und bekanntesten in unserer Region gehören, aber es gibt noch eine Vielzahl von mittleren und kleineren leistungsstarken Firmen, welche die Nordwestschweiz zum «Powerhouse» der Schweiz machen. Diese dürften in den nächsten Monaten ebenfalls positiv zu der Wirtschaftsentwicklung in der Region beitragen.

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Daniel Bosshard, CEFA
ehemaliger Mitarbeiter bei BLKB
Daniel Bosshard ist ein ehemaliger Mitarbeiter der BLKB. Er leitete den Bereich Research & Investment Solutions.

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