Fieser Hase sorgt für Ärger.

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«Dr Haas & dr Igel» reisen mit dem Kantonalbank-Märli durchs Baselbiet. Und am Ende kommen 12 000 Franken Spenden zusammen.

«Die Kinder mögen mich nicht», sagt Ayhan Sahin kurz vor der Vorstellung. «Manche werden richtig aggressiv, wenn ich auftrete.» Der Schauspieler, der im Märli «Dr Haas & dr Igel» den Hasen mimt, gibt sich selbstkritisch. Kann das wirklich sein? Eine Rolle in einem BLKB-Märli, die einige Kinder ausrasten lässt?

Reserviert für Kinder

Drinnen im Saal sind die vorderen Plätze schneller besetzt, als der Hase rennen kann. Denn wie jedes Jahr sind auch bei der 34. Durchführung der BLKB-Märlitournee die ersten Sitzreihen für die Kinder reserviert. Die Eltern müssen im hinteren Teil Platz nehmen. Neu in diesem Jahr: Die Vorstellungen sind alle im November und Dezember, Dernière war bereits am 17. Dezember in Binningen. Dort konnte auch der traditionelle Spendencheck überreicht werden – dieses Mal in der Höhe von 12 000 Franken an das KinderKraftWerk. Schon Mitte November waren praktisch alle Vorstellungen ausverkauft. Der Grund? Eine Mutter im Publikum bringt es auf den Punkt: «Mit den 10 Franken, die das Märli kostet, ist es auch für uns mit drei Kindern erschwinglich. Und dass die Vorstellung bei uns im Dorf stattfindet, macht es echt einfacher, als wenn wir extra in die Stadt müssten.»

«The Igels»

Zurück auf die Bühne: Dort spielen Valentin Igel und sein Freund Männimuus die (zumindest bei der Zielgruppe) bekannten Lieder von Marius und seiner Jagdkapelle. «Da Marius’ Lieder Wald- und Wiesensongs sind, passte das perfekt zu unserer Geschichte», sagt Peter Keller. Er ist Gründer des Theaters Arlecchino, das seit 2015 das BLKB-Märli präsentiert. Peter Keller hat das Igel-und-Hasen-Theater geschrieben. «Die klassische Geschichte vom Igel und Hasen ist eigentlich in wenigen Sätzen erzählt», sagt er. «Da bot es sich an, dass wir ein paar tolle Lieder einbauen und die Geschichte so ausschmücken.» Im Übrigen gebe es die Geschichte auf der ganzen Welt. «Je nach Region sind es dann einfach Gazellen und Schildkröten, die ein Rennen machen.»

Im BLKB-Märli sind Maus und Hase inzwischen mit ihrem Musikprojekt einen Schritt weiter und gründen eine Band. Der Name der Formation lässt die Eltern schmunzeln: «The Igels». Auch sonst sind ein paar nette Lacher für die Eltern mit eingebaut. «Die Erwachsenen sollen auch unterhalten sein», sagt Peter Keller. «Nur wenn die Eltern Spass haben, kommen sie mit ihren Kindern.» Aber natürlich ist das Märli in erster Linie für die Kinder. «Ich versetze mich beim Schreiben in die Welt der Kinder hinein.» Dazu müsse er sich aber nicht besonders anstrengen: «In meinem Erwachsensein ist noch immer sehr viel Kind drin.»

Recht und Unrecht

BLKB-Niederlassungsleiter Christoph Bollinger (links) überreicht Zeno Steuri (KinderKraftWerk, rechts) im Beisein der Crew des Theaters Arlecchino den Spendencheck über 12'000 Franken.

BLKB-Niederlassungsleiter Christoph Bollinger (links) überreicht Zeno Steuri (KinderKraftWerk, rechts) im Beisein der Crew des Theaters Arlecchino den Spendencheck über 12’000 Franken.

Die Rolle des fiesen und arroganten Hasen hat Peter Keller bewusst so dargestellt, dass das Gerechtigkeitsempfinden der Kinder angesprochen wird. «Wir waren aber dann doch ein wenig überrascht, wie deutlich die Kinder das Missgefallen äussern.» Die Kinder wollen nicht akzeptieren, dass der Hase derart beleidigend mit dem lieben Igel umgeht. Anders als im klassischen Märchen stirbt der fiese Hase nicht, sondern versöhnt sich am Ende mit den Igeln. «Wie schon beim Rumpelstilzchen letztes Jahr ist es mir auch beim Igel und Hasen wichtig, dass die Geschichte am Ende aufgelöst wird und alle Freunde werden.»

 

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Martin Machura
Martin Machura ist Event- & Sponsoringmanager bei der BLKB.
Auf BLKBlive gibt er Einblicke in unsere Engagements.

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