Regional starke Preisanstiege bei Eigentumswohnungen

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Am 11. Oktober 2016 hat die IAZI AG erneut ihren quartalsweisen Preisindex für Immobilien publiziert. Dieser zeigt auf, dass die Preise für Wohneigentum gesamtschweizerisch wieder ansteigen, wenn auch noch unter dem langjährigen Durchschnitt.

«Klassische Einfamilienhäuser sind für einen Grossteil der Interessentinnen und Interessenten zu teuer geworden und werden immer weniger gekauft», sagt Prof. Dr. Donato Scognamiglio, CEO der IAZI AG und Professor für Real Estate Finance an der Universität Bern. Sehen Sie sich im Videointerview die Ergebnisse der Entwicklung des Schweizer Immobilienmarktes im 3. Quartal 2016 an.

Auf Jahresbasis betrachtet, beträgt das Preiswachstum für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen 2.3%, dies entspricht einem satten Plus von 1.2% im Vergleich zum Vorquartal. Das durchschnittliche Preiswachstum für Wohneigentum betrug über die letzten 30 Jahre 2.8%.

Nach wie vor stützt die rege Nachfrage nach Stockwerkeigentum das stärkere Preiswachstum. Immer weniger gekauft werden hingegen Einfamilienhäuser. Dies liegt in erster Linie in den hohen Preisen für Einfamilienhäuser begründet. Die Eigenmittel- und Tragbarkeitsanforderungen der Banken stellen zudem eine hohe Hürde dar und schränken den Käuferkreis für Einfamilienhäuser ein.

Keine Preisrückgänge bei Eigentumswohnungen

Gesamtschweizerisch konnten im 3. Quartal keine Preisrückgänge bei Eigentumswohnungen beobachtet werden. Ganz im Gegenteil; In den Kantonen Neuenburg (+7.4%), Thurgau (+7.2%) sowie im Kanton Aargau (+7.0%) gab es sogar hohe Preisanstiege. So verwundert es auch nicht, dass die Wachstumsrate mit 1.5% im 3. Quartal höher ausfällt, als im Vorquartal (+0.7%). Auf Jahresbasis betrachtet, beträgt die Preiswachstumsrate 4.5% und liegt somit deutlich über dem langjährigen durchschnittlichen Preiswachstum.

Leichter Preisanstieg bei Einfamilienhäusern

Beobachteten wir im 2. Quartal bei den Einfamilienhäusern noch einen leichten Preisrückgang, so hat sich die Preisentwicklung im 3. Quartal wieder beschleunigt. Mit +0.7% liegt die Wachstumsrate um 0.9% höher als im Vorquartal. Auf Jahresbasis betrachtet, beträgt das Preiswachstum für Einfamilienhäuser 0.2%. Trotz erneutem Preisaufschwung verzeichnen die Kantone Solothurn (-2.4%), Graubünden (-3.4%) und Genf (-3.6%) nach wie vor deutliche Preisrückgänge auf Jahresbasis.

Preise für Mehrfamilienhäuser stagnieren

Die Performance sowie die Preise für Mehrfamilienhäuser stagnieren. Auf Jahresbasis betrachtet, verzeichnet das Preiswachstum für Mehrfamilienhäuser ein leichtes Minus von 0.1%. Die Performance, welche die Netto-Cashflow-Rendite sowie die Wertsteigerung umfasst, betrug im 3. Quartal 0.9%. Auf Jahresbasis ist die Performance mit 3.5% stagniert.

Weitere Informationen:

Preiswachstum Wohneigentum

Hypothekenrechner

Nachfrage nach Eigentumswohnungen stützt den Markt

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Fabienne Schindler
Verantwortliche Produktmanagement Hypotheken bei BLKB
Fabienne Schindler ist Betriebsökonomin FH und arbeitet als Produktmanagerin bei der BLKB im Bereich Hypotheken und Immobilien. Sie versorgt die Leserinnen und Leser regelmässig mit Beiträgen rund um die Themen „Mieten, Kaufen, Wohnen“.

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