In 10 Jahren zum Traumhaus

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Nicht erst seit die Hypozinsen in der Schweiz auf tiefem Niveau sind, ist der Wunsch nach den eigenen vier Wänden bei vielen Schweizern ganz oben auf der Wunschliste. Spätestens nach dem ersten Gespräch mit der Bank ist klar, dass in der Regel 20% des Kaufpreises von den Kunden selber eingebracht werden muss. Hier erfahren Sie, wie Sie die nötigen Eigenmittel ansparen können.

Ein Beispiel:

Unser Baselbieter Ehepaar hat zwar etwas Geld auf der Seite, möchte dieses aber als Reserve zur Seite legen. Das Wunschhaus der beiden wird rund CHF 900‘000 kosten. Beide Ehepartner sind erwerbstätig und verdienen zusammen CHF 150‘000. Wie könnte jetzt der Sparplan für die Eigenmittel aussehen?

 

Das ideale Sparprodukt

Das ideale Ansparprodukt für eine Liegenschaft ist die Säule 3a. Das Kapital in der Säule 3a darf nämlich für den Erwerb von selbstgenutztem Wohneigentum genutzt werden. Zudem ist der Zinssatz auf dem Säule 3a-Konto immer etwas höher als auf einem normalen Sparkonto. Beide Ehepartner zahlen nun also ab sofort den maximal möglichen Betrag ein. Im Jahr 2016 sind dies je CHF 6‘768, total also etwas über CHF 13‘500.

Säule 3a hilft Steuern zu sparen

Nach 10 Jahren ist je nach Zinssatz rund CHF 70‘000 auf jedem von diesen Konti vorhanden. Nach Abzug der Kapitalleistungssteuer, welche bei der Auszahlung eines Säule 3a-Kontos anfällt, verbleiben noch rund CHF 133‘000 Franken als Eigenkapital für unser Musterehepaar übrig.

Interessant wird es aber, wenn auch noch die Steuerersparnis während der Ansparphase berücksichtigt wird. Die jährlichen Beiträge auf das Säule 3a-Konto dürfen nämlich vom steuerbaren Einkommen in Abzug gebracht werden. Dies führt bei unserem Musterehepaar zu einer jährlichen Steuerersparnis von rund CHF 4‘000. Wird jetzt diese Steuerersparnis während den 10 Jahren konsequent zur Seite gelegt, ergibt sich daraus ein Betrag von rund CHF 40‘000. Fürs angestrebte Ziel von CHF 180‘000 fehlen dann nur noch rund CHF 7‘000. Dies erreicht das Ehepaar ganz einfach, indem sie monatlich je CHF 50 in einen Sparplan investieren.

Zinsbelastung sollte nicht zu hoch sein

Für das Traumhaus braucht es nicht nur 20% eigene Mittel, sondern auch ein genügend hohes Einkommen. In der Regel darf die kalkulatorische Tragbarkeit (Hypothekarzinsen mit 5% gerechnet, Unterhaltskosten und Amortisation) nicht mehr wie 1/3 des Haushaltseinkommens beanspruchen.

Nützliche Links:

Zum Hypothekenrechner Checkliste Finanzierungsunterlagen (PDF)
Unsere Hypotheken Zum Immobilienportal Newhome

 

 

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Adrian Simmen
Leiter Finanz- und Vorsorgeplanung bei BLKB
Adrian Simmen ist Leiter Financial Planning und Referent bei den BLKB-Vorsorgeforen. Seit vielen Jahren begleitet er Kundinnen und Kunden auf dem Weg in die Pensionierung. Seine Artikel kommen aus den Bereichen Vorsorge, Pensionierung und Steuern.

2 Kommentare

  1. Avatar
    Peter Schneider am

    Sie schreiben, man solle CHF 6‘768 auf die Säule 3 sparen. Dann erspart man sich 4000 CHF Steuern. Macht also 2768 CHF, die man jährlich mehr zahlt. Ihre Variante ist irgendwie doppelt gemoppelt: die 4000 auch noch zurücklegen macht dann wieder 6768 CHF pro Jahr Belastung, wobei etwa 1/3 zum lächerlichen Zins von < 0.1% rumliegt. Bzw. je nachdem wie fies die Bank ist, man noch einen Anruf erhält, dass Negativ-Zinsen fällig werden. Ehrlich gesagt: eine reine "Sparlösung" ist Käse. Gerade weil das Sparen-3-Konto so sicher ist, kann man jedes zusätzliche Geld z.B. auch in etwas unsicheres Fondssparen investieren. Auf 10-Jahre-Sicht kann das besser funktionieren als einfach rumliegen zu lassen. Kann. Aber muss nicht.

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    • Adrian Simmen

      Die Steuerersparnis von CHF 4’000 pro Jahr wird erreicht, wenn beide Ehepartner den vollen Säule 3a-Beitrag einzahlen.
      Grundsätzlich ist Ihre Überlegung schon richtig: Sie müssen insgesamt mehr Geld in die Hand nehmen. Das Geld auf dem Säule-3a-Konto wird aber nicht ausgegeben sondern gespart. Es steht beispielsweise für einen späteren Hauskauf zur Verfügung.
      Besten Dank für den Hinweis betreffend der Investition des Säule-3a-Kapitals in Wertschriften. Es ist eine interessante Alternative zum reinen Säule-3a-Konto. Sie haben eine höhere Renditechance und können das Vorsorgegeld an den internationalen Börsenmärkten investieren. Die BLKB bietet für Vorsorgegelder viele verschiedene Anlagefonds an. Die Wahl des Fonds ist abhängig von der Anlagedauer und von Ihrer Risikobereitschaft.
      Bei einer gemischten Vorsorgelösung, also einer Vermischung von Sparen und Versichern, bin ich eher skeptisch. Oftmals verändern sich die Bedürfnisse, deshalb macht es aus meiner Sicht Sinn, Sparen und Versichern zu trennen. Wichtig ist, dass auch die Absicherung im Todesfall, bzw. bei Invalidität analysiert wird.

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