Libor-Hypothek: So erwischen Sie den richtigen Moment für den Wechsel zu einer Festzins-Hypothek

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Hypothekarnehmer mit einer Libor-Hypothek müssen die Zinsentwicklung bei Festhypotheken im Auge behalten. Unser neu lancierter Hypo-Alarm übernimmt diese Aufgabe für Sie. Bei steigenden Zinsen kann es günstig sein, von einer Libor- zu einer Festzins-Hypothek zu wechseln. Im Hypo-Alarm legen Sie Ihre persönliche Zinsober- und Zinsuntergrenze fest, und wir informieren Sie per Mail oder SMS, sobald Ihr Schwellenwert erreicht wird. So behalten Sie den Zinssatz im Auge, ohne ständig Banken-Websites durchforsten zu müssen.

Libor-Hypothek: Wann sich der Wechsel lohnt

Verglichen mit Festzins- oder variablen Hypotheken war die Libor-Hypothek in den vergangenen Jahren die attraktivste Finanzierungsform für Wohneigentum. Auch aktuell liegt der Zinssatz für Libor-Hypotheken bei den meisten Banken unterhalb derjenigen für feste Hypotheken. Während bei Festzins-Hypotheken für die gesamte Laufzeit ein fixer Zinssatz gilt, kann sich der Zinssatz bei einer Libor-Hypothek während der Vertragslaufzeit anpassen. Dies kann vor allem bei steigenden Zinsen negative Folgen für Hypothekarnehmer haben.

Auf die Zinserwartung kommt es an

Libor-Hypotheken sind sogenannte „Rollover-Kredite“. Der Zinssatz wird je nach Libor-Basis monatlich, quartalsweise oder halbjährlich angepasst. Deshalb ist bei der Wahl einer Libor-Hypothek immer das erwartete Zinsszenario zu berücksichtigen. Libor-Hypotheken eignen sich besonders in einem stabilen oder sinkenden Zinsumfeld:

Zinserwartung LIBOR-Hypothek

Wechselmöglichkeit nutzen

Auch wenn zur Zeit nicht mit einem rasanten Anstieg des Zinsniveaus zu rechnen ist, kann dieses Szenario nicht ausgeschlossen werden. Deshalb bieten die meisten Banken die Möglichkeit, während der Vertragslaufzeit in eine Festzins-Hypothek zu wechseln. Um den richtigen Zeitpunkt zum Wechsel nicht zu verpassen, müssen Sie zwei Dinge im Auge behalten: den Libor-Zinssatz und die Entwicklung der Zinssätze für Festhypotheken. Denn bei einem Zinsanstieg steigen die Zinsen für langfristige Hypotheken tendenziell schneller als diejenigen für kurzfristige Hypotheken. Über den Verlauf der Zinssätze von Festhypotheken informiert Sie neu der Hypo-Alarm der BLKB; Informationen zum Libor-Satz finden Sie auf Websites wie cash.ch 

 

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Weiterführende Links:
Definition Libor-Hypothek

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Fabienne Schindler
Verantwortliche Produktmanagement Hypotheken bei BLKB
Fabienne Schindler ist Betriebsökonomin FH und arbeitet als Produktmanagerin bei der BLKB im Bereich Hypotheken und Immobilien. Sie versorgt die Leserinnen und Leser regelmässig mit Beiträgen rund um die Themen „Mieten, Kaufen, Wohnen“.

2 Kommentare

  1. Avatar

    Sie schreiben: „…bei steigenden Zinsen negative Folgen für Hypothekarnehmer“. Im derzeitigen Zinsumfeld mit einem negativen Libor-Zinssatz müsste eine Zinserhöhung auf 0% für einen Libor-Hypothekarnehmer positive Folgen im Falle einer Umwandlung in eine Festhypo haben, da bei der Bank Absicherungskosten wegfallen. Dies gilt insbesondere bei den langfristigen Zinssätzen.

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  2. Fabienne Schindler
    Fabienne Schindler am

    Besten Dank für Ihren wertvollen Input. Würde die Nationalbank sich entscheiden, den Leitzins wieder auf 0% zu erhöhen, könnte dies in der Tat in sinkenden Festzinssätzen resultieren. Wie Sie richtig erwähnen, würden sich die Absicherungskosten für die Bank in diesem Fall verringern.

    Geht man von einem starken Zinsanstieg aus, kann sich ein rechtzeitiger Wechsel von einer Libor- in eine Festhypothek lohnen.

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